Lassen Sie die Nacht im Garten!
- Durch die Beleuchtung verlieren Nachtfalter, Glühwürmchen und andere, nachtaktive Tiere die Orientierung, viele sterben durch Erschöpfung oder Verbrennung.

Lichtquellen beeinträchtigen Nachtfalter und viele andere Tiere, und auch der Mensch braucht die Finsternis zur Regeneration. Einfache Maßnahmen zeigen gute Wirkung: Jalousien runterlassen und Lampen verwenden, die das Licht nur nach unten abstrahlen. "die umweltberatung" und die Wiener Umweltanwaltschaft geben in einem neuen Folder und einem neuen Infoblatt Tipps dazu.
Die Aufhellung des Nachthimmels durch künstliche Beleuchtung wird Lichtverschmutzung genannt. Mit dem weltweiten rasanten Wachstum der Siedlungsräume steigt die Verantwortung der Städte auch bei der Eindämmung der Lichtverschmutzung. 20 % der Menschheit können aufgrund der allgemeinen Himmelsaufhellung die Milchstraße nicht mehr sehen, den Kindern wird ein noch vor wenigen Jahrzehnten selbstverständliches Naturschauspiel vorenthalten. Der nächtliche Sternenhimmel als beeindruckender Teil der Natur droht verloren zu gehen.
Die Stadt Wien hat die Problematik erkannt und mit dem Masterplan Licht einen wichtigen Schritt gesetzt. Die Wiener Umweltanwaltschaft beschäftigt sich seit Jahren mit dem Thema Lichtverschmutzung und hat wesentliche Neuerungen, die in den städtischen Masterplan Licht eingeflossen sind, begleitet, hält die Wiener Umweltanwältin Dr.in Andrea Schnattinger fest.
Durch die Beleuchtung verlieren Nachtfalter, Glühwürmchen und andere, nachtaktive Tiere die Orientierung, viele sterben durch Erschöpfung oder Verbrennung. Menschen und tagaktive Tiere stört die Beleuchtung im Tag-Nacht-Rhythmus, zuviel Licht bei Nacht kann Schlafstörungen und Stress verursachen, warnt Mag.a Sophie Jäger-Katzmann, Gartenexpertin von "die umweltberatung".
Beleuchtung gezielt einsetzen
Zur Beleuchtung von Wegen, Eingangsbereichen und Sitzplätzen raten die Wiener Umweltanwaltschaft und "die umweltberatung" zu Leuchten, die das Licht nach unten abstrahlen. So genannte Full-Cut-Off-Lampen sind optimal, weil sie das Entstehen von Streulicht auf ein Minimum reduzieren. Je niedriger die Lampen montiert sind, desto geringer ist die Fernwirkung und desto weniger Insekten werden angezogen. Positiv ist auch das Licht von LED-Lampen, weil es keine UV-Anteile enthält und daher die Insekten nicht anlockt.
Finger weg von Kugelleuchten und Scheinwerfern
Von kugelförmigen Leuchten und Scheinwerfern, die Objekte von unten nach oben anstrahlen, rät Sophie Jäger-Katzmann ab: Diese Leuchten verstreuen viel Licht und blenden stark. Sie haben eine geringe Beleuchtungseffizienz, locken viele Insekten an und erhellen den Nachthimmel unnötig.
Das neue Infomaterial und viele weitere Broschüren und Folder werden am Infostand von "die umweltberatung" beim Geo-Tag der Artenvielfalt aufliegen. Die BesucherInnen bekommen außerdem persönliche Beratung zum naturnahen Gärtnern. Die Veranstaltung findet ab 13 Uhr auf der Pappelteichwiese in Wien-Mauer statt.
Neu: Folder und Infoblatt
Der Folder Lassen wir die Nacht im Garten ist kostenlos bei der Wiener Umweltanwaltschaft unter post@wua.wien.gv.at bestellbar. Er wurde von "die umweltberatung" Wien im Auftrag der Wiener Umweltanwaltschaft erstellt.
Quelle: red./dieumweltberatung










