Energie

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26.5.2010 12:44

Günstiger Heizen liegt im Trend! Wir zeigen die sieben Irrtümer der Heizungsplanung auf!

  • Tipp: Vernünftig planen bewahrt uns davor unser
  • letztes Hemd zu verheizen und erspart uns Ärger

Günstiger heizen liegt im Trend. Doch Krise und Treibhauseffekt treiben gar seltsame Blüten. Da gibt es Systeme, die ganz ohne Heizung funktionieren. Mit Holz heizen ist plötzlich CO2 neutral und die Wärmepumpe ist erneuerte Energie. Staatliche Förderungen und damit günstige Kredite verleiten uns dazu regelrechte 180°Wendungen zu vollziehen, und das unabhängig von einer vernünftigen Kosten Nutzen Rechnung. Olymp www.olymp.at deckt nun die sieben Irrtümer bei der Heizungsplanung auf und gibt Tipps, wie man wirklich Heizkosten spart. Denn die günstigste Energie ist jene, welche man nicht verbraucht.

1. Ein Passivhaus braucht keine Heizung
Und wenn im Winter mal die Sonne nicht scheint?

Tatsache ist:

Ein Passivhaus hat eine Heizung (meistens konventionell über eine Wärmepumpe + Fußbodenheizung oder über die Lüftungsanlage)

Ein Passivhaus reagiert sehr sensibel auf Fremdwärme (Sonneneinstrahlung) und interne Wärme (Licht, Geräte, EDV, Personen etc. ) = Kühlung?

Ein Passivhaus hat durch die Lüftungsanlage einen erhöhten Wartungs-/Service Aufwand. (Reinigung der Luftkanäle) = Betriebskosten?


2. Eine Solaranlage ist nur für den Sommer und für das Brauchwasser geeignet.
Doch der Großteil der Energie wird im Winter für die Heizung benötigt.

Tatsache ist:

Bei einer Brauchwassersolaranlage werden im Grundaufbau die gleichen Komponenten gebraucht wie für eine Heizungsunterstützende Anlage.

Ein Flachkollektor verliert mit jedem Grad weniger Außentemperatur an Leistung.

Mit einem Vollvakuum-Röhrenkollektor kann man eine Sinnvolle Heizungsunterstützung erreichen, denn die Umgebungstemperatur spielt keine Rolle d.h. auch bei Minus 10° C gibt der Kollektor volle Leistung ab.


3. Wärmepumpe ist erneuerbare Energie
Und woher kommt der Strom für den Betrieb der Wärmepumpe?

Tatsache ist:

Eine Wärmepumpe braucht Strom, und bedenkt man den Wirkungsgrad der Kraftwerke (Gas, Kohle) so kommen nur ca. 33% der eingesetzten Energie an der Steckdose an, d.h. die tatsächliche Reduzierung des Primärenergiebedarfs ist gering und unter ungünstigen Bedingungen wird sogar mehr Primärenergie verbraucht.

Nicht jede bestehende Heizungsanlage ist für den Einbau einer Wärmepumpe geeignet (für einen guten COP Wert braucht man max. 35- 40° Vorlauftemperatur).


4. Holz ist umweltfreundlich
Und was ist mit den Abgasen und dem Feinstaub, der bei der
Verbrennung entsteht?


Tatsache ist:

Unkontrolliert verbrennt Holz „schmutzig“ (Feinstaub) und falsch bediente Holz- und Kachelöfen sind umweltbelastend.

Fernheizkraftwerke (Nahwärme) haben nur 50-60% Jahreswirkungsgrad = Energieeffizienz?

Moderne Holzvergaserkessel und Pelletkessel sind sehr wohl effizient und umweltfreundlich den bei dezentralen Holzheizungen liegt der Wirkungsgrad bei bis zu 95%.


5. Fußbodenheizung ist energiesparend
Sie kommt zwar mit niedrigen Vorlauftemperaturen aus, ist jedoch sehr träge in ihrem Regelverhalten.

Tatsche ist:

Auf Grund der guten Wärmedämmung wird der passive Energieanteil (Sonneneinstrahlung, Eigenwärme) immer wichtiger!

Fußbodenheizungen haben ein sehr träges Regelverhalten und können kaum Fremdwärmeeinflüsse ausgleichen.

Bis zu 20% Energieeinsparung durch schnell reagierende ALUThermikheizkörper welche mit der gleichen niedrigen Vorlauftemperatur wie Fußbodenheizungen betrieben werden können.


6. Kontrollierte Wohnraumlüftung ist gute Luft
Nur bringt sie oft ein sehr trockenes Raumklima und braucht regelmäßig Wartung

Tatsache ist:

Gute Luft braucht saubere Kanäle

In den letzten Jahren untersuchten Wissenschaftler beispielsweise die Problematik krankmachender Gebäude, das so genannte SBS-Syndrom (Sick Building Syndrom). In vielen Fällen konnte eine direkte Verbindung zu
raumlufttechnischen Anlagen und deren hygienischem Zustand hergestellt werden.


7. Bei einer Heizungsanlage ist kein Puffer notwendig
Und wenn sich Ihr Bedarf an Wärme nicht nach der Wärmeproduktion
richtet?

Tatsache ist:

Jede Anlage ohne Pufferspeicher ist unflexibel (kein Energiemix möglich) und kann nicht bedarfsgerecht Wärme abgeben (Stopp and Go Betrieb der Anlage)

Es besteht auch keine Möglichkeit der Brauchwassererwärmung mittels Frischwasserstation. (Bakterien, Legionellen etc.)

Nach wie vor werden tausende Anlagen ohne Puffer gebaut. Ein Grund dafür ist dass immer noch der Energieträger und nicht der Systemaufbau gefördert wird.


Die Lösungen

der richtige Energiemix
- Abgestimmt auf Ihr Nutzungsprofil, Ihre Lage und den baulichen
Gegebenheiten

- Wärmespeicher um Erzeuger- bzw. Verbrauchsspitzen auszugleichen

- Wärmespeicher um ein “offenes” System für die Zukunft zu haben.

Die Balance zwischen Behaglichkeit und Effizienz zu finden

- Die gesunden Sommerklimawerte mit 50%-55% rLF auch in der trockenen Winterluft bereit zu stellen.

- Einen Energiebilanzregler einzusetzen welcher zum frühestmöglichen Zeitpunkt auf Sonneneinstrahlung reagiert u.a. wird dabei der Außenfühler entgegen der üblichen Praxis, nicht auf der kältesten
Hausseite sondern auf der Hauptwohnseite montiert.

sich damit abfinden
dass wir in einer Region leben wo das Heizen genauso normal ist wie die grünen Wiesen um uns herum.

sich freuen
dass wir für Heizen im Vergleich zum Kühlen im Sommer, nur 1/3 der Energie aufwenden müssen.



Quelle: red./pressetext.at, Olymp Werke GmbH

26.5.2010 12:44
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