Rigolen: moderne Regenwasserversickerung
Die Auswirkungen der Flächenversiegelung machen sich durch steigende Trink- und Abwasserpreise sowie Hochwasserschäden überall im Bundesgebiet bemerkbar. Insbesondere ist das Thema Regenwasserversickerung bei vielen Neubauten, Umbauten und Renovierungen hochaktuell.
Eine naturnahe Bewirtschaftung des anfallenden Niederschlagswassers ist heute aktueller Stand der Technik. Aus diesem Grund wird auch zunehmend die dezentrale Versickerung vor Ort von behördlicher Seite gefordert. Bei der dezentralen Regenwasserversickerung wird nicht schädlich verunreinigtes Niederschlagswasser von Dach- und Hofflächen unmittelbar auf dem Grundstück versickert.
In diesem Zusammenhang sei das Rigolen-System erwähnenswert. Unter Rigolen versteht man einen unterirdischen Graben, um eingeleitetes Regenwasser aufzunehmen und zu versickern. Hierbei werden im Rahmen der modernen Regenwasserversickerung Kunststoff-Quader eingesetzt.
Rigolen werden vornehmlich bei beengten Platzverhältnissen und aufgrund des problemlosen Einbaus bevorzugt eingesetzt. Rigolen können problemlos unter gepflasterten Wegen und befahrbaren Bereichen (bis LKW) angebracht werden und sind mit anderen Techniken wie der Muldenversickerung kombinierbar.
Auch immer mehr Städte und Gemeinden haben die Vorteile von Rigolen-Systemen erkannt. Sie fördern diese Maßnahmen durch günstigere Abwassergebühren, durch eine Befreiung von der Abgabe für Regenwasser oder durch einen Zuschuss.
Ferner werden immer öfter Anlagen für die Regenwasserversickerung in Bebauungsplänen vorgeschrieben. Die modernen Rigolen bieten hier gegenüber der klassischen Regenwasserversickerung (Mulden, Kies) diverse Vorteile:
1. Hohe Speicher- und Versickerleistung (benötigt werden nur 30% des Kies-Volumens bei gleicher Leistung);
2. Geringerer Flächenbedarf (geringer Erdaushub);
3. Kaum Einschränkung der Nutzbarkeit der Oberfläche (im Gegensatz beim Einsatz von Mulden)
Quelle: red./openpr.de










