Wespen - unbeliebte und wehrhafte Mitesser
- Warum Wespen nützliche Tiere sind
- Wir geben Tipps, wie Sie Stiche vermeiden können

Sonnige Nachmittage und laue Sommerabende laden zum Grillen oder zum Abendessen auf der Terrasse ein. Leider finden sich dazu immer wieder Wespen als ungebetene Gäste ein.
Umkreisen uns Wespen auf ihrer Futtersuche, lösen sie oft panische Reaktionen und heftiges Umsichschlagen aus. Das führt aber nur dazu, dass die Insekten nervös werden und zum Angriff übergehen.
Wespe ist nicht gleich Wespe
Nur zwei Arten aus der Unterfamilie der Papierwespen fallen dem Menschen zuweilen lästig: die Deutsche und die Gemeine Wespe. Die übrigen Arten, die durch ihre gelb-schwarze Körperfärbung leicht mit den oben genannten verwechselt werden können, fühlen sich durch unsere Speisen ebenso wenig wie Hornissen angezogen und werden zu Unrecht verfolgt.
Deutsche und Gemeine Wespe bauen ihre Nester gerne an abgedunkelten Orten wie verlassenen Mäuselöchern, entlegenen Winkeln am Dachboden usw..
Die Sächsische Wespe oder die Mittlere Wespe bauen ihre Nester hingegen an frei zugänglichen Stellen z.B. an der Außenseite von Gebäuden, hellen Stellen am Dachboden oder sogar wie manche Feldwespenarten in Sträuchern. Leider werden die Nester dieser Arten bei diversen Bekämpfungsaktionen durch Unwissenheit völlig unnötig vernichtet.
Wespen sind sehr nützliche Tiere
Ein Wespenvolk fängt im Laufe eines Tages bis zu 5.000 Fliegen oder andere Insekten, um sie entweder selber zu verspeisen oder ihre Larven im Nest damit zu füttern. Der "Nahrungserwerb" an unserem Tisch macht nur einen Bruchteil der Ernährung aus. Nicht zu unterschätzen ist auch die Bestäubungstätigkeit der Wespen oder die Tatsache, dass sie selbst Nahrung für andere Tiere - etwa Vögel - sind.
Spätestens wenn die Tage im Herbst kälter werden, stirbt das Volk ab, nur die befruchteten Weibchen überwintern und gründen im folgenden Frühling als Königinnen ein neues Volk mit Arbeiterinnen.
Wespen stechen nur zur Verteidigung
Ohne Grund stechen auch die zu Unrecht als "aggressiv" verschrienen Deutschen und Gemeinen Wespen nicht. Alle Verteidigungsaktionen dienen zum Schutz der Brut oder der Selbstverteidigung. Sich einem Hornissen- bzw. Wespennest auf geringe Distanz anzunähern, ist ebenso gefährlich, wie einem Bienenstock. Die Stiche von Wespen und Hornissen sind nicht gefährlicher als jene von Bienen. Die Mär, dass sieben Stiche einer Hornisse ein Pferd töten können, ist längst widerlegt.
Achtung: Stiche im Rachenraum oder bei Menschen mit Wespengift-Allergie sind allerdings gefährlich. Hier ist unverzüglich medizinische Hilfe zu holen. Ob eine Insektengiftallergie besteht, kann durch einen Allergietest abgeklärt werden.
Um Stiche zu vermeiden:
Kleinkindern nach dem Essen Mund und Hände abwischen
Getränke im Freien abdecken oder nur mit Strohhalm und nicht direkt aus der Flasche trinken v.a. wenn Flasche undurchsichtig ist
Speisen nicht offen stehen lassen! Speisereste sofort abräumen
Fallobst im Garten regelmäßig beseitigen
Sollte eine Wespe auf der Haut sitzen: Abstreifen oder schütteln.
Quelle: red./dieumweltberatung










