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1.10.2010 09:55

Wissenswertes über kunstvolle Orientteppiche und Tipps zur optimalen Pflege

  • Die verschiedenen Orientteppiche auf einen Blick
  • Alles über richtige Pflege und praktisches Zubehör

Der echte Chinese
Die chinesische Teppichknüpf-Tradition ist uralt. Bei der Herstellung von reinen Naturseiden- und Wollteppichen hat das Land in den letzten Jahren riesige Fortschritte gemacht. Seidenteppiche werden immer dichter geknüpft und dadurch qualitativ hochwertiger. Selbst eine Knotendichte von 1 Mio. pro m2 ist keine Seltenheit mehr und durchaus erschwinglich. Von der Dessinierung ist der chinesische Orient-Teppich heutzutage reduzierter, großflächiger und asymmetrisch. Der feinste Teppich der Welt kommt aus China: ein Reinseidenteppich mit 15,5 Mio. Knoten pro m2.

Der echte Nepal-Tibeter
In Nepal werden erst seit der Flucht des Dalai Lama 1959 Orient-Teppiche gefertigt, da die ihm folgenden Tibeter die hochentwickelte Knüpfkunst mitbrachten. Das Besondere an diesem Teppich ist die einzigartige Knüpftechnik, bei der die Wolle um einen Eisenstab gewickelt und dann entlang des Stabes durchgeschnitten wird. Von der Farbe und den Designs wurden sie zum Teil dem europäischen Geschmack nachempfunden, aber man blieb teilweise auch der Tradition treu. Über die Jahre gleich geblieben ist die robuste Qualität. Für die Erzeugung wird sehr oft die ungewöhnlich widerstandsfähige, glanzreiche Wolle der tibetischen Bergschafe verwendet.

Der echte Inder
Schon zur Zeit der Mogule im 16. Jahrhundert wurden in Indien aufgrund des persischen Einflusses Teppiche geknüpft. Erst später hat sich ein eigener indischer Stil entwickelt. Aber noch heute dominieren persische Muster und Duktus die Produktion. Die Farben werden meist nach Wünschen von ausländischen Auftraggebern ausgesucht. Während der Teppichflor aus verschiedensten Wollqualitäten gefertigt wird, eignet sich für das Grundgewebe die indische Baumwolle ganz besonders. Die handelsübliche Knüpfdichte liegt zwischen 50.000 und 200.000 Knoten pro m2.

Der echte Pakistani
Obwohl Pakistan die alte indische Knüpftradition übernommen hat, unterscheiden sich die Teppiche vom Material, im Duktus und der handwerklichen Verarbeitung völlig. Die außergewöhnliche Knotendichte und besonders feinteilige Muster zeichnen den Pakistani aus. Im Gegensatz zu persischen Teppichen sind die Farben sanfter, pastelliger und ergeben ein helleres Erscheinungsbild. Vor allem turkmenische Muster mit Seidenglanz-Kammgarn haben sich zu absoluten Bestsellern bei den pakistanischen Teppichen entwickelt.

Der echte Perser
Unter allen Ursprungsländern findet sich Persien wohl das weltweit beständigste Knüpfhandwerk sowie das abwechslungsreichste Knüpfaufkommen. Bereits seit einigen Jahrtausenden wurden im heutigen Iran Teppiche gefertigt. Aufgrund dieser langen Tradition ist der Perser sicherlich der bekannteste unter den Orient- Teppichen. Viele bekannte Knüpfornamente, wie die Rosette, die Blumenranke, das Rundmedaillon sind zu Klassikern geworden und der Iran hält heutzutage noch an diesen traditionellen Dessins fest.

Der echte Türke
Teppiche aus dem asiatischen Teil der Türkei werden aufgrund ihrer Herkunft auch anatolische Teppiche genannt. Die große Vielfalt geht auf die unterschiedlichen dort heimischen Völkergruppen zurück. Zu den feinsten Knüpfwerken zählt der wohl bekannteste seiderne Manufakturteppich aus Hereke. Beliebtes Motiv bei türkischen Teppichen sind Gebets- und florale Muster mit stilisierten Tulpen.

Gut gepflegt ist halb gereinigt
Das wollspezifische Fasern bei Teppichen ist eine zwar unangenehme, aber durchaus normale Erscheinung bei Naturfasern, deren Flor nach der Verarbeitung geschoren oder geschnitten wird, um die Faser nicht zu lange zu belassen bzw. um die Optik besser hervorzuheben. Das Flusen dauert solange, bis die Faser an der Oberfläche verfilzt. Diesen Prozess kann man beschleunigen, indem man den Teppich intensiv benutzt und entsprechend saugt, allerdings nur mit verminderter Saugleistung und niemals mit einem Bürst- oder Klopfsauger, da dies den Teppich schneller altern lässt, und Fransen durch die rotierende Welle ausgerissen werden können. Auch ein regelmäßiges Lüften ist wichtig für Wollteppiche, da diese nur dann für einen Klimaausgleich im Raum sorgen können, wenn sie die entsprechende Menge an Feuchtigkeit gespeichert haben. Die Wolle gibt diese Feuchtigkeit auch wieder an die Luft ab und sorgt damit für ein gesundes Raumklima. Generell sollte Wolle immer ein Drittel ihres Eigengewicht an Feuchtigkeit aufweisen!

Praktisches Zubehör
Zu Ihrer eigenen Sicherheit sollten Sie Antirutsch- Teppichunterlagen verwenden. Diese Teppichunterlagen, die Sie für die verschiedensten Anforderungen, je nach Einsatzbereich bekommen, verhindern ein Verrutschen und können die Langlebigkeit Ihres Teppichs erhöhen.
Die komplette Pflegepalette

Gönnen Sie Ihrem Teppich die richtige Pflege mit Produkten auf natürlicher Basis! Die angeführten Spezial-Pflegemittel sind farb- und faserfreundlich, ohne scharfe Chemie, öko-orientiert hergestellt mit sanfter Pflanzen-Chemie. Für alle Teppiche und Teppichböden, selbst für Sisal-, Nepal- und feinste Orientteppiche geeignet.

* Tapiclear U, Breitband-Flecklöser: Entfernt intensiv und schonend Flecken vielfältigster Art, wie z.B.: Frucht- und Obstsäfte, Speisereste, Rotwein, Kaffee (bis zu 80 %), Tee, Urin, Ruß, Gras, Cola, Ketchup, Schimmel und sogar Kaugummi.

* Tapigold, Teppich-Spezialshampoo: Beseitigt großflächige Verschmutzungen und Laufstraßen, farb- und faserfreundlich. Ist die Alternative zur Teppichwäsche, auch für Sprühsauggeräte geeignet.

* Pflegeset komplett: Mit Tapiclear U, Korken und Vliestuch für die Fleckentfernung und Tapigold mit der Shampoonierbürste für die großflächige Säuberung, auch ohne Maschine.

* Tapisept, Geruchshygiene: Entfernt disharmonische Gerüche, bekämpft Ausdünstungen, desinfiziert. Mit den Wirkstoffen des Wunderbaumes Rizinus. Übertönt nicht nur Gerüche, sondern umhüllt die Geruchsmoleküle und macht sie unwirksam. Neutralisiert Geruchsbelästigungen bei Teppichboden- Neuverlegung und Renovierung, bekämpft warenspezifische Eigengerüche, den sogenannten muffig und bockigen Stallgeruch, Latexgerüche und andere Geruchsquellen, desinfiziert, beseitigt Schimmel und Mikroorganismen. Tapisept ist völlig unschädlich und anwendungsfreundlich, geruchsneutral, klebt und schmiert nicht, Teppiche und Teppichböden sind sofort wieder benutzbar! Auch wirksam gegen die Hausstaubmilbe und deren Kot, da eine fungizide Wirkung gegeben ist. Das heißt, auch die schädlichen Pilze werden vernichtet.

* Tapi-Contramott: Spezialmottenspray für Teppiche und Teppichböden, ein ökologischer Mottenschutz der neuen Generation, wirkt sofort, schützt über Monate. Mit insektenabwehrender Duftkombination, ohne schädliche Langzeitgifte. Auch wirksam gegen Teppichkäfer und Ameisen, sowie gegen kleine Schadinsekten.


Quelle: red./Leiner

1.10.2010 09:55
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