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30.8.2010 13:26

Die Wahl des richtigen Bodenbelags: Nützliche Ratschläge und wertvolle Tipps

  • Mit Farbe und Muster das Raumklima verändern
  • PLUS: Wie Sie beim Einrichten am Teppich bleiben

Grundlagen für den Bodenkauf
Die Wahl des Fußbodens wirkt sich auf die Stimmung in einem Raum und somit direkt auf unser Befinden aus. Überlegen Sie sich darum im Vorhinein, was am besten zur Nutzung und Gestaltung Ihrer Wohnbereiche passt. Neben Materialvorlieben gilt es folgende Gesichtspunkte zu beachten:

* Sicherheit beim Begehen
* Farbe und Struktur sollen zum Wohnstil passen (Wohngefühl)
* Wie stark ist die Beanspruchung
* Verursachter Geräuschpegel im täglichen Gebrauch
* Hygienische Eigenschaften und Pflegeaufwand
* Gute Qualität ist aufgrund der Langlebigkeit empfehlenswerter

Bekennen Sie Farbe
Die Farbe des Bodens beeinflusst das Raumklima wesentlich. Farben wie Weiß, Beige oder Braun verhalten sich neutral, da sie über keine eigene Ausstrahlung verfügen und eignen sich hervorragend für dunkle Räume. Bunte Farben, wie Gelb, Rot oder Blau setzen anregende Farbakzente und vermitteln eine individuelle Note. Zu beachten ist aber eine harmonische farbliche Abstimmung auf den Gesamteindruck des jeweiligen Raumes.

Im Mustermix
Bodenbeläge mit Musterungen sollten vorsichtig in die Gestaltung mit einbezogen werden, da sie gemeinsam mit unterschiedlich gemusterten Tapeten oder Möbeln unruhig wirken können. Kleinmusterungen, wie Melierungen sehen hingegen am Boden flächig und somit wie uni aus.

Schaumpolster Bodenbeläge – auf Schritt und Tritt belastbar
Schaumpolster Fußböden zeichnen sich durch ihre pflegeleichten, strapazierfähigen und kostengünstigen Eigenschaften aus. Darüber hinaus gibt es sie in zahlreichen Farben sowie Musterungen und sie besitzen eine ausgesprochen lange Lebensdauer. Dennoch sollten bewegliche Möbelstücke mit Filzgleitern versehen werden. Zur Reinigung empfehlen sich herkömmliche Methoden wie Staub saugen, mit milden Reinigungsmitteln aufwischen und mit klarem Wasser nachreinigen.

Linoleum Bodenbeläge – auf Basis natürlicher Rohstoffe
Linoleum Beläge setzen sich aus Naturmaterialien zusammen und müssen immer verklebt werden. Charakteristisch für Linoleum ist seine Langlebigkeit, die besondere Widerstandsfähigkeit und seine antibakteriellen sowie rutschfesten Qualitäten. Linoleum Böden sind sehr reinigungsfreundlich und genauso leicht zu pflegen wie Schaumpolster Beläge.

Bretter, die zeitlose Eleganz bedeuten
Parkettböden bestechen durch ihr Design, die zeitlose Optik und ihre Anpassungsfähigkeit an jede Stilrichtung von klassisch bis modern. Außerdem sind Holzböden ein reines Naturprodukt und vermitteln in einem Raum immer ein unvergleichlich warmes, harmonisches Klima.

Fertigparkett besteht aus einer Träger- und einer Edelholzschicht. Die Oberfläche wurde entweder mehrmals versiegelt oder endgeölt. Erhältlich sind Fertigparkettböden in vielen verschiedenen Holzarten, als Dielen-, Ein- oder Zweistabparkett. Durch diese große Auswahl ergeben sich unzählige kreative Gestaltungsmöglichkeiten, die einem Raum eine ganz individuelle Note verleihen. Man unterscheidet 3 Systeme:

* Fertigparkett: wird mit Nut und Feder verleimt

* Klick-Systeme: neues System, das eine benutzerfreundliche, leimlose Verlegung ermöglicht

* Klebeparkett: dieser wird – wie der Name schon sagt – verklebt

Sowohl Fertig-, als auch Hochkant-, Stab sowie Mosaikparkett eignen sich für eine Fußbodenheizung, sofern der Einbau fachgerecht durchgeführt und spezifische Verlegehinweise berücksichtigt werden. Parkett zeichnet sich auch durch seine extreme Langlebigkeit aus, da er als einzige Bodenart renoviert werden kann. Denn Holzböden lassen sich problemlos abschleifen und neu versiegeln. Dann sehen sie wieder wie neu aus! Abhängig von der Dicke der Edelholzschicht ist sogar eine mehrmalige Renovierung möglich.

Aufgrund Ihrer Versiegelung oder Endölung bieten Parkettböden ein Höchstmaß an Hygiene mit geringem Pflegeaufwand. Neben der Grundreinigung im Feuchtwischverfahren, empfiehlt es sich, alle 3-12 Monate eine schützende und schmutzabweisende Pflege mit speziellen Reinigungsmitteln, die Sie bei Leiner bekommen, durchzuführen.

Laminat – auf die harte Probe gestellt
Laminatböden besitzen eine extrem widerstandsfähige, robuste Oberfläche, die tagtäglichen Belastungen mühelos standhält. Sie gewährleisten eine hohe UVBeständigkeit, sind besonders pflegeleicht und selbst gegen Chemikalien, Zigarettenglut oder spitze Stöckelschuhabsätze weitgehend unempfindlich. Aufgrund der langen Lebensdauer und der optischen Ähnlichkeit mit Parkettböden stellen Laminate eine preiswerte und strapazierfähige Alternative zu Holzböden dar. In der Regel werden Laminate „schwimmend“ verlegt, also nur an Nut und Feder miteinander verklebt oder mittels Klicksystem auch ohne Leim. Bei Laminatböden kann, genau wie bei Parkettböden, eine Fußbodenheizung installiert werden.

Auf dem Teppich bleiben
Generell setzen sich Teppichböden aus Wolle bzw. Schurwolle und/oder unterschiedlichen Kunstfasern mit einer Rückenbeschichtung zusammen. Unter den Synthetikfasern wird vor allem Polyamid häufig verwendet – wegen der hohen Widerstandsfähigkeit. Polyacryl fühlt sich weicher an, ist aber weniger strapazierfähig und wird eingesetzt um eine wollähnliche Oberflächenstruktur zu erzeugen. Polyesterfasern sind wiederum äußerst robust und lichtbeständig, zudem noch schwerer entflammbar als die beiden anderen Kunstfasern.

Teppichböden sind in unzähligen Farbtönen und Mustern, als Meterware – in Form von Spannteppichen – oder im Fliesenformat erhältlich. Zur Fixierung werden sie entweder nur an den Rändern oder vollständig verklebt bzw. lose verlegt.

In allen Wohnbereichen vermitteln Teppiche Gemütlichkeit, verbessern die Wärmeisolation, bieten hohen Gehkomfort, mindern Lärm, helfen Energie sparen, weisen Schmutz ab, sind kinderfreundlich, und wirken sich sogar positiv auf die Lufthygiene aus. In Räumen mit Teppichen liegt nämlich nur halb so viel Staub wie bei glatten Böden, weil der Staub von den Florfasern gebunden wird. Voraussetzung dafür ist allerdings eine vorbildliche Pflege, wobei auch weniger zugängliche Stellen gründlich gesaugt gehören.

Quelle: red./leiner

30.8.2010 13:26
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