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20.10.2011 15:37

Winterblühende Sträucher im Garten

  • Beispiele für mögliche zukünftige Blickfänge
  • Tipps zu Pflanzung und Schnitt der Gartenbewohner

Eintöniges Braun im Garten muss nicht sein. Mit winterblühenden Sträuchern machen Sie Ihren Garten auch an schneefreien Wintertagen zu einem Blickfang.

Auch ein winterlicher Garten hat seine Reize. Es gibt eine große Auwahl an Sträuchern, die mit ihren Blüten an milden, frostfreien Wintertagen Hoffnung auf den kommenden Frühling machen.

Der bis zu 3 Meter hohe Winterschneeball etwa verströmt mit seinen zartrosa Blüten bei mildem Wetter schon ab Dezember seinen süßlichen Duft. Bei starkem Frost frieren die Blüten zwar ab, von Jänner bis März bilden sich bei mildem Wetter aber neue. Als Standort bevorzugt der Strauch einen sonnigen, geschützten Platz ohne extreme Bodennässe oder –trockenheit.

Der zuverlässigste Winterblüher ist der Winterjasmin mit seinen kleinen, sternförmigen gelben Blüten. Er gedeiht auf fast jedem Gartenboden, vorausgesetzt er bekommt genug Licht. Bis zu 3 Meter hangelt sich dieser Spreizklimmer an Zäunen, Mauern und sonstigen Rankhilfen hoch. Am liebsten wurzelt er in nährstoffreicher, lockerer Erde.

Die Chinesische Zaubernuss trägt von Jänner bis März zerfranste, zierliche Blüten - je nach Sorte in Gelb, Orange oder Rostrot. Ein Kälteeinbruch von bis zu -12 °C kann ihnen nichts anhaben. Dieser Strauch benötigt sehr viel Platz und bevorzugt als Standort humose Böden im Halbschatten.

Auch die Schnee-Kirsche benötigt viel Platz an einem sonnigen Standort. Sie wird bis zu 6 Meter hoch. Bei günstigem Wetter zeigen sich ihre weiß-rosa Blüten schon ab November. Diese überstehen zwar nur sehr leichten Frost, in den frostharten Knospen sitzen aber genug Blüten für die nächste mildere Periode.

Tipps zu Pflanzung und Schnitt:

* Wurzelnackte Sträucher werden im Herbst vor den ersten Frösten gepflanzt oder im Frühling, nachdem der Boden aufgetaut ist.

* Containerware, also Sträucher, die in Töpfen hochgezogen wurden, können auch im Winter gepflanzt werden, solange der Boden nicht gefroren ist.

* Vor der Pflanzung wurzelnackte Ware eine Stunde lang in ein Wasserbad stellen: Containerware samt Topf ins Wasser stellen, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Danach den dichten Wurzelfilz mit den Händen etwas aufbrechen.

* Die Pflanzgrube sollte doppelt so groß wie der Wurzelballen sein.

* Damit sich die Wurzeln besser ausbreiten können, den Boden des Pflanzlochs auflockern.

* Aushuberde mit etwas reifem Kompost aufbessern.

* Beim Ausgraben in der Baumschule ging ein Teil der Wurzelmasse verloren. Deshalb sollten die Äste um mindestens 1/3 zurückgeschnitten werden, damit sie von der verringerten Wurzelmasse ernährt werden können.

* Stehen die Sträucher erst einmal an Ort und Stelle, braucht man sie nur alle 3 – 5 Jahre zurückschneiden. Die meisten dieser Sträucher blühen an vorjährigen oder noch älteren Zweigen.

(umweltberatung/red)

20.10.2011 15:37
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