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17.12.2009 11:49

Thermische Solaranlagen gehören zum guten Ton!


Solaranlagen zur Erwärmung des Brauchwasser bzw. zur Heizungsunterstützung sind technisch vollkommen ausgereift. In Abhängigkeit von der ersetzten Energie können sie sich durchaus innerhalb ihrer Lebensdauer amortisieren.

In der Zwischenzeit sind eine große Anzahl an verschiedenen steckerfertige Anlagemodulen entwickelt worden, die vor Ort nur mehr verschaltet werden brauchen. Solaranlagen sind sehr wartungsarm (einmal jährlich ist der Anlagendruck zu kontrollieren, etwa alle 5 Jahre ist Frostschutz nachzufüllen) und haben eine hohe Lebensdauer von weit über 20 Jahren.

Ausrichtung, Neigung, Kollektorfläche
Die optimale Ausrichtung für Warmwasserkollektoren ist Süden bei 45° Dachneigung. Eine Abweichung nach Ost oder West bzw. eine geringere Neigung mindern den Ertrag, was durch eine größere Kollektorfläche kompensiert werden kann. Südost- bzw. Südwestorientierung und Neigungen zwischen 20° und 60° bewirken aber nur eine geringe Reduktion von etwas mehr als 10%. Für teilsolare Raumheizung sollte die Abweichung von Süd allerdings nicht 20° übersteigen, die Mindestneigung sollte 35° sein, die optimale Neigung beträgt 60°. Warmwassersolaranlagen für Einzelhaushalte haben in der Regel Kollektorflächen von 6-8 m² und Warmwasserspeicher von 300-500 Liter. Für teilsolare Raumheizungen soll die Kollektorfläche mindestens 16 m² betragen, weiters braucht man noch einen Pufferspeicher ab etwa 1000 Liter (80 Liter pro m² Kollektorfläche). Bei Neubauten können diese Anlagen dann rund 15 % der notwendigen Heizenergie ersetzen und zusätzlich das 85% des Warmwasserbedarfs bereitstellen.

Kollektorarten
Für thermische Solaranlagen haben sich selektiv beschichtete Kollektoren gut bewährt. Vakuumkollektoren liefern den gleichen Ertrag bei geringerer Fläche, sind aber nicht ganz so wirtschaftlich. Wenn genügend Platz für Kollektoren vorhanden ist, ist das primäre Entscheidungskriterium vermutlich ein gutes Kosten-/Nutzenverhältnis. Schließlich kann ein etwas schlechterer Wirkungsgrad durch eine größere Kollektorfläche wieder wettgemacht werden. Indachkollektoren haben den Vorteil, dass sie preislich etwas günstiger sind und dass man beim Neubau weniger Dachziegel braucht. Aufdachkollektoren hingegen lassen die "Dachhaut" unverletzt und können leichter wieder ausgetauscht werden. Viele Kollektoren werden bereits mit Kran montiert.

Kosten
Komplette Warmwassersolaranlagen sollten im Normalfall nicht mehr als etwa 5000.- € kosten. Von diesem Betrag sind dann noch Landes- und Gemeindeförderungen abzuziehen, sodass insgesamt üblicherweise mit Nettokosten von etwa 3000.- € zu rechnen ist. Die Gesamtkosten von Solaranlagen zur teilsolaren Raumheizung betragen in etwa 500.- €/m² Kollektorfläche, wovon wieder die Förderungen abzuziehen sind. Mit Solaranlagen wird nach außen hin ein sichtbares Zeichen gesetzt, dass die Umwelt ein wichtiges Anliegen ist. Mit Frühjahrsbeginn kann man sich beim Duschen und Baden über die steigenden solar gewonnenen Warmwassertemperaturen freuen.


Quelle: red./umweltberatung

17.12.2009 11:49
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