Häufige Pilzkrankheiten im Überblick
- Vorbeugung und Behandlung von Pilzkrankheiten

Blattfleckenkrankheit
an Bohne, Erbse, Sellerie, Gurke, Rote Bete, Tomate; braune Flecken an Blättern, Früchten, Wurzeln; vorbeugend Samen beizen, mit weitem Abstand pflanzen, Jungpflanzen mit Ackerschachtelhalmbrühe spritzen.
Verticillium-Welke
an Gurke, Zucchini, Paprika, Aubergine, Tomate, Radieschen, Rettich; Planzen welken (oft einseitig), sterben ab; vorbeugend für gute Bodenverhältnisse sorgen, stickstoffreduziert düngen, Kalziumversorgung erhöhen.
Kraut- und Knollenfäule
an Kartoffel, Tomate; braune Flecken erst an Blättern, dann auch an Stengeln und Früchten; vorbeugend mit Knoblauch-Zwiebel-Jauche oder Ackerschachtelhalmbrühe spritzen, mit Steinmehl stäuben, Tomaten mit Magermilch spritzen; Pflanzenschutzmittel: z. B. Cuproxat-Flüssig, Dithane M45.
Echter Mehltau
an Tomate, Erbse, Möhre, Feldsalat, Spinat, Rose; mehliger Belag auf Blattoberseite, vorbeugend Samen beizen, weit pflanzen, nicht auf die Blätter gießen, mit Ackerschachtelhalmbrühe gießen;
Pflanzenschutzmittel: z. B. Bioblatt Mehltaumittel; Kombinationsspritzmittel für Rosen und Blattläuse: z. B. Roxion S - Bioblatt Mehltaumittel, Netzschwefel Kumulus.
Kohlhernie
an Kreuzblütlern wie Kohl, Radieschen, Rettich; Wucherungen an Wurzeln, Wachstum gehemmt; vorbeugend Fruchtwechsel durchführen, Algenkalk ins Pflanzloch geben, mit Ackerschachtelhalmbrühe gießen.
Falscher Mehltau
an Kohl, Erbse, Spinat, Zwiebel, Salat, Kartoffel, Gurke, Zucchini, Rote Bete, Mangold; mehliger Belag blattunterseits, gelbbraune Flecken blattoberseits; vorbeugend Samen beizen, mit Ackerschachtelhalmbrühe spritzen; Pflanzenschutzmittel: z. B. Dithane M45.
Rost
an Bohne, Erbse, Sellerie; orangebraune Flecken blattoberseits, orangegelbe Pusteln blattunterseits; vorbeugend Samen beizen, nicht auf die Blätter gießen, mit Ackerschachtelhalmbrühe oder Knoblauch-Zwiebel-Jauche spritzen; Pflanzenschutzmittel: z. B. Dithane M45.
Keimlingskrankheit
an Kohl, Gurke, Zucchini, Tomate, Salat, Möhren; Wurzeln und Stengeln von Jungpflanzen werden schwarz und sterben ab; vorbeugend Samen beizen, Aussaatsubstrat sterilisieren, weit pflanzen.
Fusarium-Welke und -Fäule
an Tomate, Gurke, Zucchini, Erbse, Lauch, Rettich, Radieschen, Zwiebel, Pflanzen welken (oft einseitig), sterben ab, Stengelbasis oder Wurzeln faulen, vorbeugend Nematoden (Überträger) mit Ringelblumen oder Tagetes vertreiben.
Grauschimmel
an Bohne, Erbse, Salat, Gurke, Tomate, Zucchini, Zwiebel; bräunliche Flecken auf Blättern und Stengel, später grauer Schimmel und Fäulnis; vorbeugend weit pflanzen, mäßig düngen, mit Ackerschachtelhalmbrühe spritzen.
Vorbeugung und Behandlung von Pilzkrankheiten
Beste Vorbeugung gegen Pilzerkrankungen ist Pflanzenpflege und Gartenhygiene
Samen beizen
Pulverisiertes Beizmittel in einen Papiersack geben. Samen darin kräftig schütteln. Alternative: Samen in selbstgemachter Beize baden.
Lockerer Pflanzabstand
Bei zu dichtem Stand trocknen die Pflanzen nach Regen nur sehr langsam ab. Dies begünstigt viele Pilzerkrankungen.
Gießen von unten
Beim Wässern nie Blätter, Stengel, Blüten oder Früchte benetzen. Gießen Sie mit temperiertem Wasser am frühen Abend.
Mulchen
Um eine gleichmäßige Feuchte zu bewahren, den Boden zwischen den Pflanzen mit zerkleinerten Blättern, Grasschnitt oder Stroh abdecken.
Spritzen
Jungpflanzen im Abstand von drei bis vier Wochen mit Pflanzenbrühen spritzen. Vor dem Säen und Pflanzen das Beet damit gründlich übergießen.
Düngen
Hochdosierte, mineralische Stickstoffdünger vermeiden. Kaliumbetont düngen. Für sanfte Nährstoffzufuhr sorgen Pflanzenjauchen.
Behandlung von Pilzkrankheiten
Entfernen Sie Pflanzenreste und infizierte Pflanzenteile sofort. Spritzen Sie dann entweder biologisch mit Schachtelhalmbrühe (1 kg getrocknete Schachtelhalme 24 Stunden in 10 l Wasser einweichen. 1:5 verdünnt bei warmem Wetter spritzen) oder chemisch mit Fungiziden.
An Bäumen sind Hausschwamm, Kellerschwamm, Tannenblättling und Bläue zu erkennen. Behandeln Sie Jungpflanzen und Sämlinge mit Präparaten wie Benlate oder Previcur.
Quelle: red./baumax










