So geht´s: Möbel mit Farbeffekten streichen, vergolden oder auf "alt" herrichten
- Verschiedene Techniken um Ihren Möbeln neuen "pepp" zu geben.

Oberflächen vorbereiten
Holzmöbel haben meist eine kleinere Oberfläche als andere Einrichtungsgegenstände, aber weisen oft Details und Rundungen auf, weshalb man unter Umständen mehr Zeit zur Vorbereitung aufwenden muss - das Streichen fällt jedoch oft einfacher aus.
Vorbereitungen:
Prüfen Sie jedes Möbelstück, bevor Sie es streichen.
Empfindliche Möbelteile. Decken Sie diese Bereiche gut ab. Bei gepolsterten Möbelstücken kleben Sie am besten die Ränder zwischen Holz und Gewebe ab.
Furniermöbel. Furniere nehmen häufig keinen Farbanstrich an. Machen Sie deshalb zuvor an versteckter Stelle einen Probeauftrag.
Risse verspachteln:
Glatte Flächen
Benutzen Sie für Reparaturen eine Qualitäts-Feinspachtelmasse, die sich leicht auftragen lässt und nach dem Schleifen eine glatte Oberfläche liefert.
Holz vorbereiten
Hilfe vom Fachmann. Da es recht mühsam und zeitaufwendig sein kann, die Farbe alter Möbelstücke von Hand zu entfernen, bringen Sie die Stücke besser zu einer speziellen Firma, wo sie abgelaugt werden. Diese Ausgabe lohnt sich sicherlich.
Schleifen. Zum Abschleifen von Möbeln sollte man nur feinkörniges Schleifpapier benutzen. Eine grobe Körnung kann Möbelprofile und Ornamente leicht beschädigen.
Vergolden
Anstelle des echten, sehr kostenintensiven Vergoldens gibt es moderne Ersatzwerkstoffe wie unechtes Blattgold, die die Kosten erheblich vermindern. Wählt man zudem noch eine Grundierung auf Ölbasis, lässt sich das Vorhaben ohne besondere Auftragstechniken bewältigen.
Bilderrahmen mit unechtem Blattgold verzieren
1. Tragen Sie auf die Grundfarbe die Grundierung fÜr
das Gold auf. Damit man sieht, welche Flächen schon gestrichen wurden, ist es ratsam, die Grundierung mit ein wenig gebrannter Umbra abzutönen.
2. Legen Sie die Goldplättchen vorsichtig mit der Metallseite nach unten auf dem Rahmen und ziehen Sie die Folie ab. Wenn der Überzug ausgehärtet ist, können Sie die Überschüssigen Metallteile vorsichtig wegwischen.
Tipp:
Emailfarbe verwenden. Mit goldener Emailfarbe lässt sich ein preiswerter Vergoldungseffekt erzielen. Tragen Sie die Farbe mit einem Iltishaarpinsel sparsam auf.
Antikeffekte
Es gibt viele Möglichkeiten, ein Möbelstück alt aussehen zu lassen. Unter dem Begriff Antiktechniken versteht man den Einsatz verschiedener Anstricharten, die einem Gegenstand ein Aussehen verleihen, das sich normalerweise erst nach Jahren ständiger Abnutzung einstellt.
Künstlich altern lassen
Emulsionen. Farben auf Wasserbasis, besonders matte Emulsionen, sind für die Herstellung von Antikeffekten besser geeignet als entsprechende Produkte auf Ölbasis. Ihr etwas trübes Aussehen vermittelt einen glaubwürdigeren und schönen Alterungseindruck.
Möbelkanten. Diese sind normalerweise der größten Abnutzung unterworfen, daher sollte man ihnen besondere Aufmerksamkeit schenken. Bearbeiten Sie diese Stellen deshalb stärker.
Details anpassen. Ersetzen Sie neue Griffe an Küchenschränken oder Truhen durch passende alte. Schlagen Sie mit einem Hammer Kerben in Metalltürklinken und schmirgeln Sie die Kanten ab. Das täuscht jahrzehntelangen Gebrauch vor.
Profiltür auf alt trimmen
Abkleben. Kleben Sie Stellen, die stärker abgenutzt werden, mit Abdeckband ab, das Sie nach dem Überstreichen wieder entfernen.
Abschmirgeln. Um den Druck besser dosieren zu können, schmirgeln Sie abschließend den Anstrich vorsichtig von Hand ab.
1. Benutzen Sie Vaseline, um auf dem Grundanstrich
die Bereiche abzudecken, die für den Abnutzungseffekt vorgesehen sind. Tragen Sie dann den Deckanstrich auf.
2. Nachdem der Deckanstrich getrocknet ist, wischen Sie die mit Farbe bedeckte Vaseline mit einem Tuch weg. Schmirgeln Sie die Fläche anschließend nochmals ab.
Alter vortäuschen
Wachs Bürsten Sie flüssiges Wachs auf die Fläche und polieren Sie mit Stahlwolle nach. Hierdurch entsteht ein scheinbar schmutzdurchsetzter Überzug. Mit einer alten Zahnbürste dringt man auch in unzugängliche Ecken vor.
Holzlasur. Tragen Sie mit einem weichen Lappen die Holzlasur auf. Sie hat eine ähnliche Wirkung wie Wachs und eignet sich besonders für matte Öllacke.
Krakelee-Technik. Um die Wirksamkeit des so genannten Reißlacks zu erhöhen, ist es wichtig, dass die Zeit zwischen dem Auftrag von Grund- und Deckschicht für die ganze Fläche einheitlich ist.
Risse hervorheben
Ölfarben benutzen
Zur Hervorhebung eines Krakelee-Lacküberzugs kann man die Oberfläche mit einer dunkleren Künstlerölfarbe (beispielsweise Umbra gebrannt) einreiben, um die Rissstruktur noch deutlicher sichtbar zu machen.
Alter vortäuschen
Wachs. Bürsten Sie flüssiges Wachs auf die Fläche und polieren Sie mit Stahlwolle nach. Hierdurch entsteht ein scheinbar schmutzdurchsetzter Überzug. Mit einer alten Zahnbürste dringt man auch in unzugängliche Ecken vor.
Holzlasur. Tragen Sie mit einem weichen Lappen die Holzlasur auf. Sie hat eine ähnliche Wirkung wie Wachs und eignet sich besonders für matte Öllacke.
Krakelee-Technik. Um die Wirksamkeit des so genannten Reißlacks zu erhöhen, ist es wichtig, dass die Zeit zwischen dem Auftrag von Grund- und Deckschicht für die ganze Fläche einheitlich ist.
Tipp:
Ein Föhn verkürzt die Trocknungszeit der Farbe, sodass die nächste Schicht in kürzerem Abstand aufgetragen werden kann. Besonders nützlich ist ein Föhn bei der Verwendung von Reißlacken.
Quelle: 10.000 Haushaltstipps/Dorling Kindersley Verlag










