Wissenswertes über Flecken

Bevor Sie Flecken behandeln, testen Sie Methode und Mittel zuvor an einer verdeckten Stelle. Ein Fleck breitet sich nicht aus, wenn Sie die betreffende Stelle leicht betupfen anstatt zu reiben. Arbeiten Sie sich stets von außen nach innen zum Fleck vor und verwenden Sie kein heißes Wasser, da dies Flecken fixieren kann.
Fleckenarten:
Flecken können grob in zwei Kategorien eingeteilt werden: Oberflächliche und eingedrungene Flecken. Blut und Ei verursachen Flecken, die beiden Kategorien zugeordnet werden. Behandeln Sie solche Flecken zunächst wie oberflächliche, dann wie eingedrungene Flecken.
Oberflächliche Flecken:
Rückstände entfernen Flecken durch dickflüssige Substanzen müssen vor der Behandlung so schnell wie möglich abgetragen werden, damit sie nicht weiter eindringen können.
Eingedrungene Flecken:
Flüssigkeiten aufsaugen Dünnflüssiges dringt rasch in Gewebe ein. Daher mit Küchenpapier sofort aufsaugen und den Fleck mit einern Schwamm entfernen oder abwaschen.
Sonstige Flecken
Undefinierbare Flecken. Vorsichtig vorgehen: Waschbares einweichen und gemäß Pflegehinweisen behandeln. Nicht Waschbares mit lauwarmem Wasser abwischen. Verschwindet der Fleck nicht, Wasserstoffperoxidlösung verwenden (1 Teil auf 6 Teile kaltes Wasser).
Eingetrocknete Flecken. Mit Glyzerinlösung (Im Verhältnis 1:1 mit warmen Wasser verdünnen) einweichen. Gut ausspülen, bevor Sie andere Chemikalien verwenden, die mit Glyzerin reagieren könnten.
Verschiedene Oberflächen
Bei der Behandlung müssen der Fleckentyp und die Oberfläche des Materials berücksichtigt werden. Die folgenden grundsätzlichen Verfahren wendet man für Teppichflecken, Flecken auf nicht waschbaren Textilien oder Polstern sowie für Flecken auf Kleidungsstücken an.
Kleidung:
Flecken abtupfen. Flecken auf waschbaren Textilien schnellstens beseitigen, auch wenn Sie unterwegs sind: Ein Tuch mit Wasser befeuchten und den Fleck abtupfen. Wenn möglich, das Teil gemäß den Pflegehinweisen einweichen.
Teppiche:
Teppich shampoonieren. Alle Rückstände beseitigen und den verbleibenden Fleck behutsam mit Teppichschaum behandeln. Sollten als Folge dennoch auffallend helle Stellen entstehen, muss der ganze Teppich shampooniert werden.
Polster:
Flecken aufsaugen. Rückstände abheben und die betreffende Stelle gut benetzen. Talkumpuder einwirken lassen, bis er sich verfärbt und den Fleck absorbiert hat. Mit einern Lappen abwischen. Den Vorgang bei Bedarf wiederholen.
Flecken auf waschbaren Textilien
Flecken auf Kleidungsstücken setzen sich beim Waschen meistens erst richtig fest. Daher sollten sie vor dem Waschen nach einer der folgenden drei Methoden behandelt werden. Beachten Sie immer die Pflegehinweise und veiwenden Sie bei Bedarf Waschmittelzusätze.
Standardbehandlung:
Flecken ausspülen
Den frischen Fleck in kaltem oder lauwarmem Wasser ausspülen oder mit Wasser abwischen, bis er verschwindet. Flecken niemals mit heißem Wasser behandeln, da sie sich sonst festsetzen.
Eiweißflecken
Material einweichen
Milch- oder Blutflecken in enzymhaltigem Waschmittel lauwarm einweichen. Dabei die empfohlene Einweichzeit nicht überschreiten und das Kleidungsstück stets ganz einlegen.
Hartnäckige Flecken
Lösungen auftragen
Flecken, die Ausspülen oder Einvweichen widerstehen, vor dem Waschen mit Flecken- oder Fettlöser behandeln. Ein weißes Tuch unterlegen, damit der Fleck nicht durchschlägt.
Waschmittelzusätze:
Waschpulver. Waschmittel enthalten oftmals leichte Fleckenentferner. Bestimmte Flecken müssen jedoch zu¬sätzlich behandelt werden.
Enzymhaltige Waschmittel. Kompaktwaschmittel mit Enzymen, die eiweißhaltige Flecken wie Eigelb, Blut oder Schweiß auflösen. Enzyme sind Biokatalysatoren, die schon bei 40°C wirken.
Bleichmittel. Wegen ihrer Bleichwirkung bei Buntwäsche mit Vorsicht zu venwenden. Kontakt mit Augen, Haut und Kleidung vermeiden.
Borax. Dieses bewährte Mittel ist ein guter Fleckenentferner. Verdünnt anwenden oder direkt auf den Fleck streuen
Sonstige Zusätze. Fleckenlöser, Sprays und Vorbehandlungsmittel sind für spezielle Kleidungsstücke sehr nützlich. Seifenflocken helfen gut bei Tintenflecken.
Textilart
Buntwäsche:
Die flecken behutsam behandeln, um ausgebleichte Stellen zu vermeiden. In einem Bleichmittel wie Borax das komplette Kleidungsstück einweichen.
Weißwäsche:
Naturfasern kann man in der Regel bleichen. Synthetik- und Mischfasern können dabei vergilben und vertragen ein geeignetes Waschpulver evtl. besser.
Naturfasern
Da Sie diese bei hohen Temperaturen waschen können, genügt es, wenn Sie das Gewebe vor dem Waschen ausspülen oder einweichen.
Synthetikfasern:
Diese können durch Chemikalien Schaden erleiden, daher vor der Behandlung an einer verdeckten Stelle testen.
Feinwäsche:
Flecken auf feinen Textilien mit äußerster Vorsicht behandeln, im Zweifelsfall besser in ein Fachgeschäft geben.
Quelle: 10.000 Haushaltstipps/Dorling Kindersley Verlag










