Rund um den Hausputz

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5.8.2009 17:32

Wissenswertes zur Bodenpflege

  • Pflegehinweise zu den verschiedenen Bodenbelägen
  • So entfernen Sie Kratzer von Ihrem Holzfußboden

Fußboden reinigen:

Verstaubte Fußböden wirken schmutziger als ungesaugte Teppiche und bedürfen daher häufigerer Reinigung. Kehren, saugen oder wischen Sie Flur, Küche und Bad regelmägig. Holzböden müssen gewachst, Granit-, Vinyl- und Fliesenböden gelegentlich gründlich gereinigt werden.


Verschiedene Bodenbeläge:

Vinyl

Ein sehr dankbarer Bodenbelag, der bei richtiger Pflege recht haltbar ist.

• Regelmäßig fegen. Mit Haushaltsreiniger und warmem Wasser putzen und mit klarem Wasser nachwischen. Die Politurschicht zweimal jährlich ohne Lösungsmittel entfernen. Nach dem Trocknen die vom Hersteller empfohlene Bodenpflege auftragen.

• Hartnäckige Flecken mit Flüssigwachs auf Wasserbasis entfernen.


Linoleum

Ein strapazierfähiger Bodenbelag, den man aber nicht zu nass wischen darf.

• Mit einem feuchten Mopp und Wasser mit einem Schuss Haushaltsreiniger wischen. Auf Böden in Küche und Badezimmer Flüssigwachs auf Wasserbasis auftragen, da Wasserflecken darauf unsichtbar bleiben. Sonst Bohnerwachs verwenden.

• Abgewetzte Stellen behandelt man mit feiner, in Terpentin getränkter Stahlwolle.


Holz

Die Behandlung hängt davon ab, ob das Holz versiegelt ist oder nicht.

• Unversiegelte Holzfußböden regelmäßig mit Besen oder Mopp entstauben. Versiegelte Holzböden feucht moppen. Mit Bohner- oder Flüssigwachs glänzend polieren.

• Klebrige Flecken auf unversiegeltem Boden mit feuchtem Lappen entfernen. Alte Wachspolitur von versiegelten Böden mit Terpentin lösen.


Kork

Muss regelmäßig gefegt werden. Je nach Art der Versiegelung darf nur leicht feucht bis nass gewischt werden.

• Regelmäßig mit warmem Wasser mit einem Schuss Haushaltsreiniger wischen, gelegentlich wachsen. Polituransammlungen an den Rändern vermeiden, sonst bildet sich unter Umständen eine klebrige Schicht, die Schmutz anzieht.

• Beim Verlegen der Korkfliesen die Ränder unbedingt versiegeln, damit kein Wasser eindringen kann.


Keramikfliesen

Dieser Belag ist sehr strapazierfahig, daher Vorsicht: Alles, was auf den Boden fallt, kann zerbrechen.

• Mit leichter Spülmittellösung und mit einem Bodenwischer reinigen, dann mit dem Fensterleder nachtrocknen. Verschüttetes sofort aufwischen, da nasse Fliesenböden gefährlich rutschig sind.

• Keramikfliesen wegen der Rutschgefahr nicht polieren. Die Fugen mit einer weichen, in konzentrierte Reinigungslösung getauchten Bürste reinigen.


Kunststeinplatten

Mit Beton hergestellte Platten, die meist poliert sind. Sie werden oft in öffentlichen Gebäuden oder Geschäften verwendet.

• Kunststeinplatten regelmäßig mit Wasser und etwas Allzweckreiniger wischen. Man kann sie nach einiger Zeit mit flüssiger oder fester Spezialpolitur pflegen.

• Verblasste Platten kann man behutsam mit Stahlwolle und Terpentin bearbeiten, anschließend mit einer Spezialpolitur pflegen.


Fußboden polieren
Mit glänzenden Fußböden wirkt Ihre Wohnung gepflegt. Verwenden Sie die richtige Politur und vergessen Sie nicht, alte Wachsschichten, die sich angesammelt haben, gelegentlich zu entfernen. Hierzu verwenden Sie Bodenreiniger, Samiakgeist oder Wachsentferner.


Verschiedene Polituren:

Bohnerwachs
Herkömmliche Bodenpolitur auf Lösungsmittelbasis für Holz und Kork. Das Auftragen erfolgt aufwändig von Hand, der Glanz hält sich aber lang.

Flüssigwachs auf Lösungsmittelbasis
Flüssige Polituren eignen sich ebenfalls für Holz und Kork. Sie sind einfacher aufzutragen als feste Pasten, glänzen aber nicht so lang.

Flüssigwachs auf Wasserbasis
Emulsionen enthalten meist Silikon und eignen sich nicht für Vinyl, unversiegeltes Holz und Kork. Sie sind leicht aufzutragen und glänzen lang.


Tipp:
Mit dem Besen bohnern. Anstatt elektrisch zu bohnern, binden Sie ein Staubtuch um einen weichen Besen und tragen damit die Wachspolitur von Hand auf. Die Politur nur auf gereinigtem Boden auftragen.


Spezielle Bodenbehandlung
Vermeiden Sie möglichst das Abwetzen oder Zerkratzen von harten Bodenbelägen, da solche Schäden nur schwer zu beheben sind. Beispielsweise sollte man unter Möbelfüße Filzstücke anbringen oder beim Verschieben von Mobiliar Matten unterlegen.


Flecken von Holzfußböden entfernen

• Tintenflecken. Mit einem in unverdünnte Haushaltsbleiche getauchten Wattebausch betupfen und mit Küchenpapier trocknen. Notfalls den Vorgang wiederholen.

• Kerzenwachs. Mit einem Eiswürfel härten und mit einem stumpfen Messer vorsichtig abheben. Flüssige Bodenpolitur einreiben und mit weichem Lappen nachpolieren.


Kratzer von Holzfußböden entfernen

1. Den Kratzer mit feiner Stahlwolle abreiben, dabei möglichst wenig unbeschädigtes Holz um die Stelle herum in Mitleidenschaft ziehen.

2. Etwas braune Schuhcreme mit Bohnerwachs vermischen und gut auf der Kratzstelle verreiben, damit sich die Farbe dem Boden angleicht.


Bodenbeläge reparieren

• Vinyl und Kork. Brandflecken mit feinem Sandpapier abreiben. Auffällige Brandflecken mit dem Cutter ausschneiden und ein neues Stück einsetzen.

• Linoleum. Diese Beläge können mit der Zeit spröde werden. Risse überklebt man mit durchsichtigem Klebeband und trägt Klarlack auf.

• Fliesenböden. Löcher mit Wandspachtelmasse reichlich füllen und nach dem Trocknen abschleifen. Farbe auftragen (Schuhcreme oder Künstlerölfarbe) und mit Fußbodenlack versiegeln.

• Holzböden. Wo eine defekte Isolierschicht Feuchtigkeit durchlässt, ist es am besten, den Bodenbelag zu entfernen und den Untergrund oder Estrich mit einem wasserfesten Anstrich zu versehen.


Kunststeinplatten:

• Farbe auffrischen. Bei verblassten Fliesen Politurreste mit Stahlwolle und Terpentin entfernen. Putzen, nachwischen und nach dem Trocknen farbige Wachspolitur auftragen. Gut bohnern, um die Politur zu fixieren.

• Weiße Flecken behandeln. Sie entstehen durch Kalk im Untergrund und können wieder verschwinden. Nachhelfen kann man durch Abwaschen mit einer Lösung aus 60 ml (4 TL) Essig auf 5 l Wasser. Nicht nachwischen.


Vinyl und Linoleum:

• Farbe entfernen. Frische Emulsionsfarbe mit einem feuchten Lappen abwischen. Frische Ölfarbenflecken mit in Wachspolitur getränkter Stahlwolle abreiben. Auf getrocknete Farbklecken heißes Leinöl geben, dann abwischen.

Abriebstellen entfernen. Schleif- und Absatzspuren auf Vinylböden mit einem in Terpentin oder Flüssigwachs getränkten Tisch abreiben. Auch mit einem Radiergummi lassen sich Abriebstellen entfernen.


Teppichböden:

• Staubsaugen. Regelmäßiges Saugen erhält den Flor Ihrees Teppiches in guten Zustand. Im Idealfall sollte man achtmal über jede Stelle hin- und hersaugen, möglichst in verschiedenen Richtungen. Mit dem Staubsaugerzubehör erreichen Sie auch Ecken und Stellen unter Möbeln.

• Shampoonieren. Tragen Sie Teppichshampoo von Hand auf die Schmutzstellen auf. Bei großflächiger Verschmutzung leihen Sie eine Shampooniermaschine aus und reinigen gleich den ganzen Teppich - am besten im Sommer, damit Sie den Teppich gut tocknen lassen können.

• Ausklopfen.Teppiche im Freien mit einem Teppichklopfer oder einem alten Tennisschläger klopfen. Naturfasern wie Sisal oder Kokos saugen. Sind sie verschmutzt, mit Salzwasser bürsten, ausspülen und langsam trocknen lassen.


Umwelttipp:

• Trockenshampoo. Preiswert und umweltfreundlich frischen Sie Ihren Teppich auf, indem Sie ihn großzügig mit Natron bestreuen. 15 Minuten einwirken lassen, dann gründlich absaugen. Ihr Teppich ist jetzt sauber und frei von Staubmilben und Gerüchen.


Druckstellen von Möbelstücken

Feuchter Teppich
Müssen Sie Möbelstücke wieder zurückstellen, bevor der shampoonierte Teppich völlig trocken ist, legen Sie Folienstücke unter die Möbelstücke, damit keine Abdrücke entstehen.

Eingedrückter Flor
Bei Druckstellen von schweren Möbelstücken einen Eiswürfel in die Vertiefung legen lmd schmelzen lassen. Dann langsam wieder trocknen lassen und mit dem Staubsauger darüber fahren.



Quelle: 10.000 Haushaltstipps/Dorling Kindersley Verlag

5.8.2009 17:32
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