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6.7.2009 16:46

Pflanzenkrankheit: Obstbaumkrebs


Der Obstbaumkrebs (Nectaria galligena) ist eine Pilzkrankheit, dessen Sporen durch Verletzungen wie Hagelschlag, Frostrisse u.a. in die Baumrinde eindringen und so den Obstbaumkrebs verursachen.

Schadbild:
Zuerst entstehen im Holz der Bäume vereinzelt kleine, rotbraune, eingefallene Flecken. Die Rinde stirbt im Zentrum der Flecken ab, bekommt Risse und lässt schließlich das nackte Holz hervortreten. Der Baum versucht diese Stellen zu überwallen. Der Pilz bleibt aktiv und greift die Rinde immer wieder an. Mit der Zeit entstehen ringförmige, raue Geschwülste (krebsartige Wucherungen). Dadurch werden sowohl der Nährstoff- als auch der Wassertransport zunehmend behindert.

Lebensweise:
Die Infektion kann in niederschlagsreichen Jahren ganzjährig erfolgen, vor allem jedoch im Winter durch Verletzung (Bruchstellen des Herbstlaubes, Frostrisse oder Schnittstellen beim Winterschnitt), sowie über die Lentizellen und Knospen. Bei kühlem Wetter (Herbst und Winter) sind die roten Pilzfrüchte, im Sommer die weißen Sporenpusteln gut erkennbar. Das Pilzmyzel überwintert entweder im Boden oder an den Befallstellen.

Vorbeugende Maßnahmen:

- Bei Neupflanzungen an kühlen, frostgefährdeten Standorten mit eher nassen, schweren Böden, sind krebsresistente Apfel- und Birnesorten zu bevorzugen.

- mit reifem Kompost düngen (keine Gülle oder Hühnermist)

- auf eine ausgewogene Nährstoffversorgung achten

- Bäume mit Stammanstrich schützen


Direkte Maßnahmen:

- Krebsgeschwüre mit einem scharfen Messer bis ins gesunde Holz ausschneiden

- befallene Äste entfernen


Quelle: red./die umweltberatung

6.7.2009 16:46
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