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8.7.2009 11:26

Handsägen selbst schärfen


Handsägen deren Zähne nicht spezialgehärtet sind, kann man jederzeit selbst wieder schärfen. Sägen mit gehärteten Zähnen nicht. Das liegt daran, dass die Zähne genauso hart wie die zum Schärfen eingesetzten Feilen sind. Man müsste daher Diamantfeilen verwenden.

Zum Schärfen benötigt man eine Flach- sowie eine Sägefeile, eine Feilkluppe bzw. eine Schraubstock und zwei Holzleisten zum Einspannen und eine Schränkzange.

Um ein abgenutztes Sägeblatt wieder herzurichten, muss man nacheinander:

* Abrichten
* Zähne formen
* Schränken
* Schärfen

Zunächst klemmt man das Sägeblatt fest in die Feilkluppe oder einen Schraubstock, wobei zum Schutz an jeder Flanke eine Holzleiste beigelegt werden muss. Um das durch häufige Benutzung und Nachschärfen entstandene unregelmäßige Zahnbild wieder auszugleichen, muss das Blatt abgerichtet werden. Dazu wird mit einer Flachfeile über die Zahnreihe hinweggefeilt, bis sich auf jedem Zahn eine kleine Fläche gebildet hat. Dabei ist darauf zu achten, dass die Feile möglichst waagrecht über die Zähne gleitet.

Formen: Als zweiten Schritt bearbeitet man mit der Säge- (Dreikantfeile) die Zahngründe (Vertiefungen) solange, bis alle Zähne die gleiche Form haben und die Zahngründe in einer Ebene liegen.

Unter Schränken versteht man das Auseinanderbiegen der Zähne. Dadurch wird der gezahnte Bereich breiter als das Sägeblatt, so dass es in der Schnittfuge nicht festklemmt. Die Schränkung muss nach beiden Seiten gleichmäßig sein, sonst verläuft die Säge in Richtung der stärker geschränkten Seite. Das beste Ergebnis erreicht man mit einer Schränkzange.

Als Richtwert für die Schrankweite gilt etwa das 1,5 bis 1,7 fache der Sägeblattbreite. Die Schranktiefe sollte etwa ein Drittel der Zahnhöhe betragen. Zunächst schränkt man jeden zweiten Zahn bis zum Ende des Blattes, dann dreht man es um und schränkt die andere Seite auf die gleiche Art.

Zum Schärfen benutzt man eine gleichseitige Dreikantfeile mit leicht gerundeten Kanten. Sie wird in der Zahnlücke genau waagrecht und rechtwinkelig zum Blatt geführt.

Reinigung und Pflege des Sägeblattes: Rost, Schmutz, Lack- oder Harzflecken machen das Sägeblatt stumpf und bewirken dass es klemmt. Nach der Arbeit sollte es daher immer sorgfältig gereinigt und eingefettet werden.

Unser Tipp:
Macht die Feile beim Schärfen quietschende Geräusche, so liegt es meist daran, dass das Blatt nicht fest genug eingespannt ist und seitlich ausweicht. Die Zähne sollen nur so weit aus der Spannvorrichtung ragen, dass man beim Feilen nicht behindert wird. Durch Beilegen schmaler Holzleisten in den Schraubstock bzw. in die Feilkluppe lässt sich das Blatt fest einklemmen und wird zudem vor Beschädigung durch die Backen geschützt. Quietscht es trotzdem, ist entweder die Feile stumpf oder es handelt sich um ein gehärtetes Sägeblatt, das nicht nachgeschärft werden kann.



Quelle: red./baumax

8.7.2009 11:26
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