Grundlagen zum energieeffizienten Bauen

Dämmen:
Moderne Neubauten mit guter Dämmung brauchen nur halb so viel Heizenergie als Häuser, die in den frühen Achtzigern errichtet wurden. Es zahlt sich also aus, Häuser, die vor 1980 erbaut worden sind, auf einen modernen Dämmstandard zu bringen.
Der U-Wert ist das Maß für die Wärmeverluste bei Bauteilen einer bestimmten Stärke. Er gibt an, welche Energiemenge über eine Fläche von einem Quadratmeter bei einem Grad Celsius Temperaturdifferenz verloren geht. Je kleiner der U-Wert, umso besser ist die Wärmedämmung.
Energiespar- Tipp:
Mit einer guten Wärmedämmung (Außenwänden, Dach, Keller
und Wärmeschutzverglasung der Fenster) können Sie den Energiebedarf und damit auch Ihre Heizkosten um 40 % reduzieren.
Luftdichtheit:
Gebäude-Außenhüllen müssen luftdicht sein. Immer noch verbreitete gegenteilige Positionen werden durch die fehlgeleitete Vorstellung genährt, dass durch Gebäudefugen eine Be- und Entlüftung von Wohnräumen gewährleistet werden könnte.
Selbst bei sehr undichten Gebäuden, in denen es bei mäßigem Wind bereits beträchtlich zieht, ist in windstillen, milden Wetterperioden der Luftaustausch unzureichend.
Dafür hat die Luftströmung durch Fugen eine ganze Reihe von Nachteilen:
Sie verursacht Bauschaden, wenn in der Fuge Tauwasser entsteht.
Der Schallschutz ist sehr mangelhaft.
Die Wärme geht verloren.
Winddichtheit:
Die Winddichtheit dient dem Schutz der Gebäude-Außenhüllen vor Luftströmungen von außen. Luftdurchströmungen müssen vom Dämmmaterial ferngehalten werden, damit es seine Wirkung
entfalten kann. Die Gebäudehülle ist aus bauphysikalischen Gründen von außen winddicht und von innen luftdicht auszuführen. Nur so ist es möglich eine Vielzahl von Bauschäden zu vermeiden.
Beispiel Dachkonstruktion: Die an der Außenseite üblicherweise eingebaute Unterspannbahn hat unter anderem die Funktion, den Wind von der Dämmung fernzuhalten. Die an der Innenseite eingebaute Dampfbremse hat die Funktion der Luftdichtheit, und muss daher entsprechend sorgfältig - vor allem bei den Anschlüssen und Durchstoßungen - dicht verarbeitet werden.
Ein Vergleich: Undichte Stellen und ungenügende Dämmung sind für die Wärme, die sie in den Raum schicken so, wie wenn Sie sich ein Bad einlassen und den Abfluss nicht schließen. Sie können entweder permanent mehr Wasser einlassen, als durch den Abfluss wieder wegfließt oder den Stöpsel zumachen.
Quelle: red./baumax










