Sägen und Trennen. Die richtige Auswahl bei Handsägen
Sägen gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen und Größen. Beim Kauf sollte man mit einigen Fachausdrücken vertraut sein.
Den Abstand zwischen der gedachten Linie an der die Sägezähne beginnen (Grundlinie) und der Zahnspitzenlinie nennt man Zahnhöhe.
Als Zahnweite oder Zahnteilung bezeichnet man den Abstand zwischen zwei Zähnen.
Die Schränkung gibt das Verhältnis zwischen der Dicke des Sägeblattes an der Zahnspitzenlinie und jener an der Grundlinie an. Durch das abwechselnde seitliche Auskragen der Zähne lässt sich das Klemmen des Blattes bei Schnitten quer zur Faserrichtung vermeiden. Je nach Sägeart kann sie zwischen Null und der doppelten Sägeblattdicke betragen.
Der Winkel der Sägezähne wird als Zahnstellung bezeichnet. Ist er kleiner als 90 Grad, stehen die Zähne "stark auf Stoß", beträgt er mehr als als 90 Grad, ist das Sägeblatt "schwach auf Stoß". Gleichschenkelige Zähne wirken in beide Richtungen, daher kann die Säge auf Stoß und Zug belastet werden.
Die Größe und Schränkung der Zähne beeinflusst die Breite der Schnittfuge und die Sägegeschwindigkeit. Je größer die Zahnteilung, desto gröber ist der Schnitt und die Abtrageleistung. Mit den meisten Sägen wird üblicherweise auf Stoß (in Vorwärtsrichtung) gearbeitet. Es gibt allerdings Ausnahmen wie die dreiecksverzahnten und japanischen Sägen. Erstere können gestoßen und gezogen werden, mit der zweiten Kategorie wird nur auf Zug gearbeitet. Wirkten Japansägen vor einigen Jahren hierzulande noch exotisch, so erfreuen sie sich mittlerweile einer steigenden Beliebtheit, weil sie im Vergleich zu den meisten europäischen Modellen dünnere Blätter haben, die ein besonders sauberes Schnittbild erzeugen.
Selbstverständlich kommt es auch auf die Stahlqualität an. Standardsägen bestehen aus mittelhartem Bandstahl, der sich zwar nach einiger Zeit abnützt aber mit den richtigen Werkzeugen und etwas Geduld immer wieder geschärft werden kann. Anders verhält es sich mit gehärteten Sägeblättern. Sie bleiben wesentlich länger scharf, landen aber wenn sie stark abgenützt sind auf dem Schrott, da man sie mit vernünftigem Aufwand nicht mehr nachschleifen kann.
Quelle: red./baumax










