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22.4.2009 22:06

Kompressoren

Um und Auf beim Arbeiten mit Druckluftgeräten ist eine konstante und ausreichende Versorgung mit Pressluft. Dazu benötigt man einen möglichst leistungsfähigen Kompressor, der als Antriebsaggregat für sämtliche Werkzeuge herhalten muss, eine Anschlussgarnitur und die jeweiligen Druckluftwerkzeuge. Da der Druckluftbedarf bei verschiedenen Werk­zeugen-Einsätzen recht unterschiedlich ist, sollte man schon vor dem Kompressorkauf genau wissen, welche Arten von Werkzeuge verwendet werden.

Wer universell mit Druckluft arbeiten möchte, dem ist mit billigen Schnäppchen, wie sie manchmal auch in Supermärkten angeboten werden, nicht gedient. Solche Geräte sind eher für gelegentliche Verwendung gedacht, beispielsweise kann man mit ihnen recht komfortabel Reifen aufpumpen, allerlei Reinigungsarbeiten erledigen oder, wenn das relativ laute Geräusch nicht stört, einen Luftpinsel betreiben.

Beim Einsatz von richtigen Lackspritzpistolen kann es hingegen bereits Probleme wegen zu geringem Arbeitsdruck geben. Auf die Dauer halten nur geprüfte Qualitätskompressoren den Erwartungen stand. Im Übrigen wird der Preisunterschied zwischen einem Qualitätsgerät und einem Billigprodukt durch die im Vergleich zu Elektrowerkzeugen häufig günstigeren Werkzeugeinsätze wieder wettgemacht. Im Zweifelsfall lohnt die Entscheidung für ein aufwändigeres und teureres Produkt durch erhöhte Leistungsfähigkeit und längere Lebensdauer.

Führen Sie, bevor Sie ein Druckluftsystem erstehen, zunächst ein ausführliches Informationsgespäch mit einem geschulten Kundenberater. Er empfiehlt Ihnen Geräte, die speziell für Ihren Bedarf geeignet sind. Da die Leistungen der Kompressoren und der Luftbedarf der einzelnen Gerätevorsätze sehr unterschiedlich ist, legen Sie sich durch die Wahl eines bestimmten Modells langfristig fest.

Richtwerte für den Luftverbrauch verschiedener Druckluftwerkzeuge

Werkzeugart, *Luftverbrauch in l/min

Ausblasen/Reinigen ab 100*
Sandstrahlpistole ab 300*
Farbspritzpistole 100 - 400*
Bohrhammer 400 - 3000*
Meißelhammer 200 - 700*
Hefter/Tacker ab 80*
Nagler ab 80*
Schrauber 180 - 1000*
Bohrmaschine 200 - 1500*
Stichsäge 300*
Geradschleifer 300 - 3000*
Vertikalschleifer 250 - 700*
Winkelschleifer 300 - 700*
Blechschere ab 400*

Unser Tipp: Effektive Liefermenge ermitteln

- Kompressor ausschalten und Druck bis auf 6 bar ablassen
- Gerät wieder einschalten und Zeit von 6 auf 8 bar stoppen
- Berechnung nach der Formel: Behälterinhalt x 2 bar x 60/gestoppte Zeit
z.B.: 90 Liter, 50 Sekunden = 90 x 2 x 60 : 50 = 216 Liter/min

Achten Sie auf die Bauweise und Ausstattung des Kompressors! Zur Komplettausstattung zählen Sicherheitsmerkmale wie thermischer Motorüberlastschutz, Druckluftbehälter mit Sicherheitsventil sowie Manometer und Kondensatablassventil. Darüber hinaus machen Druckschalter und Entlastungsventil einen vollautomatischen Betrieb möglich. Auch die Ersatzteilversorgung ist ein wichtiges Argument. Manche Hersteller geben darauf eine Garantie von 15 Jahren. Unerheblich für Qualität und Einsatzmöglichkeiten sind die Angaben über den maximal erreichbaren Druck, der ohnehin bei allen modernen Geräten ausreicht, oder die so genannte Ansaugleistung, die bei unbelasteter Maschine ermittelt wird. Entscheidend ist vielmehr die Angabe der, also jener Luftmenge, die ein Kompressor pro Minute tatsächlich an das jeweilige Werkzeug abgeben kann. Dieser Wert muss mit der benötigten Luftmenge (siehe Tabelle) des jeweiligen Werkzeugs übereinstimmen, sonst werden Sie bei der Arbeit keine Freude haben.

Wie bei Kraftfahrzeugen sind Mehrzylindermodelle elastischer und leiser als Einzylinder, denen der harte Einsatz zusetzen kann. Niedrig drehende Motoren in Kombination mit einem Keliriemenantrieb haben sich gegenüber Direktantrieben bewährt.

Ganz ohne Elektromotor kommt man auch bei Druckluftgeräten nicht aus, Kompressoren müssen schließlich ihren Energiebedarf irgendwie abdecken. Im Gegensatz zu Elektrohandwerkzeugen spielt aber die Größe des Motors hier nur eine unwesentliche Rolle und kann im Hinblick auf hohe Leistung und maximale Langlebigkeit ge wählt werden.

Im Sinne hoher Wirtschaftlichkeit ist auf eine möglichst gute spezifische Leistung des Kompressors zu achten, womit das Verhältnis zwischen der zugeführten elektrischen Aufnahmeleistung und der abgegebenen Luftmenge bei entsprechendem Betriebsdruck angegeben wird.

Unser Tipp:
Prüfen Sie auch Druckluftbehälter, Druckschalter, Manometer, Sicherheitsventil etc. Überzeugen diese Teile nicht, lieber ein anderes Produkt wählen. Details wie Schnellverschlusskupplungen für den Druckschlauchanschluss und ein festes Gestell mit ordentlichen Luftreifen erhöhen den Komfort und erleichtern die Handhabung.

Vorsicht: Steckkupplungen gestatten das Lösen der Verbindung auch unter Druck, weshalb von ihnen ein erhebliches Risiko ausgehen kann.


Quelle: red./baumax

22.4.2009 22:06
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