Vorbereitung beim Einbau von Dachfenstern

Der Einbau eines Dachflächenfensters ist im Prinzip in jedes Dach möglich. Bedenken Sie aber, dass dies einen Eingriff in die Statik Ihres Daches darstellen kann. Eine sorgfältige Planung und Beratung durch einen Fachmann - Architekten, Dachdecker oder Zimmerer - sollte daher jedem Einbau vorangehen. Am einfachsten ist der Einbau eines Fensters, welches zwischen zwei Dachsparren passt. In diesem Fall ersparen Sie sich eine Auswechslung.
Auswechslungen, bei denen Sparren durchgesägt und Querwechsel eingezogen werden, muss der Fachmann planen oder idealerweise auch ausführen, da dabei die Statik und Stabilität des ganzen Daches zu berücksichtigen ist.
Dachöffnung:
Nachdem Sie die Position des Fensters unter Berücksichtigung der Sparrenabstände bestimmt haben, müssen Sie zuerst etwaige Gipskartonplatten, Dampfsperrfolien, Dämmungen etc. entfernen.
Mit Wasserwaage und Zollstock bestimmen Sie sodann die Brüstungshöhe, die zumindest 90cm betragen sollte und davon ausgehend die Fensteroberkante. Als nächstes entfernen Sie die Dachziegel und sägen die Dachlatten (Konterlattung) ab.
Danach nageln Sie die Nagelverbindungen der verbleibenden Latten nach. Falls Ihnen ein Fachmann eine Auswechselung genau berechnet hat, sägen Sie als nächstes den Sparren durch.
Schneiden Sie die entsprechenden Querverbinder zu und befestigen diese vorab mit 120 mm Stiften an den bestehenden Sparren und in Folge mit geschraubten Stahlwinkeln.
Sollte die Breite des Sparrenabstandes größer als die des Fensters sein, montieren Sie auf gleiche Weise einen Begrenzungssparren.
Tipp: Beschattung
Schatten im Sommer:
In unseren geografischen Breiten werden Fensterflächen, soweit möglich, nach Süden ausgerichtet. Dies bietet den Vorteil, dass Sonne und Licht in den kühleren Jahreszeiten in Wohnung und Haus kommen. Im Sommer besteht dadurch aber die Gefahr, dass die Sonne das Hausinnere stark aufheizt. Umso geringer die Speichermassen durch massive Bauteile sind, desto schneller kommt es zu dieser Aufheizung.
Daher sollte bereits bei Bau und Planung an das Thema Beschattung gedacht werden, damit Ihre Freude am Sommer nicht durch schweißtreibende Innentemperaturen getrübt wird. Auch Ihr Balkon und die Terrasse werden im Sommer mit Sicherheit kühlespendende Beschattung benötigen.
Arten von Beschattung:
Um die Sonne daran zu hindern, Ihre Räume unnötig stark aufzuheizen, gibt es zwei Arten von Beschattung:
Eine innenliegende Beschattung, die aus Verdunkelungsrollos, Innenrollos, Innenjalousien etc. bestehen kann. Diese sind praktisch und einfach zu montieren, haben aber den Nachteil, dass die Sonnenenergie erst im Rauminneren reflektiert wird. Dadurch gelangen 70 % der Energie in den Raum. Daher sollte, wenn irgendwie möglich, eine außenliegende Beschattung montiert werden, da diese über 70 % der Hitze abwehren kann. Zum Einsatz kommen dabei Rolläden und Markisen.
Quelle: red./baumax










