Verputzen & Renovieren

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22.4.2009 21:36

Fassaden sanieren


Sprünge, Risse oder Löcher untersuchen und die ersten schadhaften Stellen rasch beheben. Besonderes Augenmerk sollten Sie dabei auf Anschlusszonen zwischen Mauerwerk und Holz, die Wetterseite, Rissbildungen neben Fenstern und den Bereich des Sockels legen.

Die Sanierung der Schäden bei Fassaden erfolgt auf unterschiedliche Weise:

Feine Haarrisse eines ansonsten festen Putzes können mit einem Reparaturanstrich überdeckt werden. Dabei besteht der Grundanstrich aus einer plasto-elastischen Anstrichmasse, welcher Glasfasern beigemischt sind. Derartige Anstriche können bei schweren Rissbildungen auch als Haftgrund für Glasfasergewebe eingesetzt werden. Anschließend erfolgt in beiden Fällen ein Deckanstrich. Schon durch Haarrisse oder Setzrisse kann Wasser ins Mauerwerk eindringen.

Sie sollten die Fassadenstelle sofort reparieren:

- Risse im Mauerwerk oder im Putz wie dieser Setzriss unter dem Fenster sind eine Gefahr für das Haus. Hier kann Wasser eindringen.

- Mit einem Meissel werden die kleinen Risse erst einmal vergrößert. 5 x 5 mm Querschnitt sollte die Fuge haben, damit man sie sanieren kann.

- Mit Acryl-Dichtmasse aus der Kartusche füllt man nun den Riss zu 3/4 so auf, dass die Masse unten in der Fuge überall gut haftet.

- Ein Universal-Spachtel auf Zementbasis kommt nun über die Schadstelle. Wenn die Acrylmasse den Riss nicht ganz füllt, verkrallt sich die Spachtelmasse gut.

- Eine Schicht Kunstharz-Putz verdeckt die Spachtelmasse und das Glasgitter, das als Fugenarmierung in die frische Spachtelmasse gedrückt wurde.

Unser Tipp:
Überstreichen Sie immer großflächig ganze Wände, da sich die "neue" Farbe sonst immer von der "alten" abheben wird. Weiße Dispersion kann durch Beimischung von braunen, schwarzen und gelben Tönern abgetönt werden.

Bei großen fehlenden Putzteilen bei Fassaden:

- Fast ein halber Quadratmeter Putz fehlt hier. Dieser Bauschaden muß sofort behoben werden.

- Alle losen Teile werden entfernt, bis heran an die festsitzenden Putzteile. Nach dem Entstauben wird der Untergrund vorgenässt und damit gesäubert.

- Mit einem Vorspritzmörtel wird die Haftschicht aufgeworfen, wenn die Wand getrocknet ist. Man kann auch dünner angerührten Universalmörtel verwenden.

- Universalmörtel, pastös angemischt, wird frühestens nach 24 Std. angeworfen. Sägende Bewegungen glätten die Fläche.

- Das Reibebrett sorgt dafür, daß die Fläche ganz eben wird. Dazu muss der Mörtel aber schon etwas angezogen haben, darf also nicht mehr ganz frisch sein.

Unser Tipp:
Gips sollte prinzipiell nur im trockenen Bereich als Spachtelmasse eingesetzt werden, da er hygroskopisch Feuchtigkeit aufnimmt. Im Außenbereich sind unbedingt frostfeste Spachtelmassen zu verwenden.


Werkzeug zum Verputzen von Fassaden:

Zum Verputzen brauchen Sie einige Spezialwerkzeuge zum Aufbringen, Abziehen und Durchreiben des Putzes. Achten Sie beim Verarbeiten von Kunststoffputzen darauf, nur Edelstahlkellen und "rostfreie" Glätter zu verwenden. Ebenfalls erforderlich sind Mörtelkübel und Rührquirl als Bohrmaschinenaufsatz zum Durchmischen bzw. Aufrühren von Putzmörteln und Fertigputzen.

Unser Tipp:
Säubern Sie nach Arbeitsende die Werkzeuge sofort, da sich eingetrocknete Massen kaum entfernen lassen.

Quelle: red./baumax

22.4.2009 21:36
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