Schablonenmalerei als Alternative zur bunt gemusterten Tapete

Die Schablonen können entweder nach einem beliebigen Vorbild, etwa in einer Zeitschrift oder einem Kinderbuch selbst angefertigt oder gekauft werden. Für die Do-it-youself-Version eignet sich als Ausgangsmaterial fester gestrichener Karton, in den das Sujet mit dem Cutter geschnitten wird.
Unser Tipp: Schablone selbst gemacht
Bei aufwändigen Formen müssen feine Stege zur Positionierung der im Inneren gelegenen Teile stehen bleiben. Diese Stege dürfen bei Kartonschablonen nicht zu dünn sein, andernfalls neigen sie zum Abknicken. Da Karton feuchtigkeitsempfindlich ist, und sich mit der Zeit zu wellen beginnt, empfiehlt es sich, noch vor Beginn der Malarbeiten eine größere Anzahl gleicher Schablonen anzufertigen.
Eine andere Möglichkeit besteht darin, fertige Schablonen, die der Fachhandel in vielen Ausführungen, mit Blumenmustern, Tieren und Ornamenten anbietet, zu verwenden. Neben dem geringeren Arbeitsaufwand haben diese Produkte den nicht zu unterschätzenden Vorteil, dass sie aus haltbarem Kunststoff gefertigt sind.
Wie bei allen mehrfarbigen Ausmaltechniken benötigt man zunächst einen sauberen Untergrund. Ob dieser dunkel oder hell gewählt wird, ist reine Geschmacksache. Für das Ergebnis ist nur wichtig, dass Hintergrund und Muster einen guten Kontrast bilden.
Auf dem trockenen Hintergrund wird die Schablone mit Klebeband angeheftet, danach malt man mit einem weichen Rundpinsel oder Schwamm vorsichtig entlang der Umrisse beginnend aus. Zu beachten ist, dass immer in Richtung zur Schablonenmitte gemalt wird, damit keine Farbe unter die Ränder gelangen kann. Die Muster können auch mehrfärbig hergestelt werden. Wer über Talent und Muße verfügt, kann sich sogar an Verläufe - dazu benötigt man lasierende Farben - wagen. Die Anzahl der dargestellten Motive wird am besten auf einer Skizze festgelegt und von dort auf die Wandfläche übertragen.
Schablonentechnik etwas anders
Die, für diese Ausmaltechnik nötigen Schablonen, können rasch und einfach hergestellt werden. Das erforderliche Material ist meist, wenn es ans Ausmalen geht, ohnehin vorhanden. Die Rede ist von Abdeckkarton, wie er zum Schutz der Fußböden vor Baustaub und Farbspritzern, in jedem Baumarkt angeboten wird. Außerdem wird noch Kreppband zum Fixieren und Abkleben benötigt. Puncto Farbwahl haben sich gut kontrastierende Töne bewährt, es ist aber auch ohne weiteres denkbar, mehrere Töne nur einer Grundfarbe zu kombinieren.
Nach dem Spachteln wird als erste Schicht eine gut deckende Grundierung aus weißer Farbe aufgetragen - eine wichtige Basis um am Schluss einen kräftigen Farbeindruck zu erhalten.
Für ein zufrieden stellendes Resultat empfiehlt es sich, vorerst von allen Wänden eine Skizze anzufertigen, auf der das jeweils gewünschte Muster, in verkleinerter Ausführung abgebildet wird. Im Gegensatz zur Endausführung kann man die Skizze solange ändern, bis man eine gefällige Variante gefunden hat. Hat man sich erst für ein bestimmtes Dekor entschieden, muss dieses mit Bleistift proportionsgerecht auf die jeweilige Wand übertragen werden. Damit die Bleistiftlinien später wieder entfernt werden können, darf nur mit wenig Druck gezeichnet werden - es reicht wenn die Linien schwach erkennbar sind.
Im nächsten Arbeitsgang fertigt man die Schablonenteile an, indem handliche Kartonstücke der Länge nach gefaltet und beispielsweise an einer Tischkante gerissen werden. Leichte Unregelmäßigkeiten, die durch das Reißen entstehen, machen einen Gutteil des besonderen Reizes dieser Technik aus. Die einzelnen Stücke werden mit Krepp-Klebeband an der Wand fixiert, wobei etwa ein Zentimeter Abstand zu den vorgezeichneten Linien eingehalten werden sollte. Auf diese Weise entsteht später der charakteristische Raster aus dünnen weißen Linien.
Nun kann Feld für Feld mit den entsprechenden Farben ausgemalt werden, wiederum bietet die Skizze einen wertvollen Anhaltspunkt. Um die frischen Farbschichten nicht zu beschädigen, ist etwas Vorsicht beim Abziehen der Schablonen am Platz.
Übrigens, ein besonders satter Farbauftrag lässt sich mit dem Malschwamm erzielen. Nach der Fertigstellung einer Wand und dem Trocknen werden die Hilfslinien wegradiert bzw. mit einem Stück Schmirgelpapier vorsichtig weggeschliffen.
Unser Tipp:
Das A und O der Abdeckbänder
- Generell sollten Malerabdeckbänder feuchtigkeitsbeständig sein und sich rückstandsfrei entfernen lassen.
- Standard Malerkrepp nimmt man für Maler-Arbeiten im Innenbereich, bei denen saubere, gerade Farbkanten erzielt werden sollen.
- Mit Maler-Band für Lacke gelingen ganz besonders flache Übergänge und Kanten.
- Arbeiten an Rundbögen oder dekorativen Ornamenten erfordern ein spezielles Maler-Abdeckband, das man rund verkleben kann.
- Für Arbeiten im Außenbereich werden UV-stabile Malerabdeckbänder angeboten.
Malerabdeckbänder müssen faltenfrei aufgeklebt und fest angedrückt werden. Nur dort wo eine Klebstoffverbindung mit dem Untergrund erreicht wird, können Farbunterläufer verhindert werden. Maler-Abdeckbänder für Rundungen sollten vor dem Verkleben stark gedehnt werden, wodurch die Dehnreserve aus dem Band herausgezogen und eine höhere Verklebungsfestigkeit erreicht wird.
Zur Erzielung von sauberen Farbkanten das Abdeckband bald nach dem Antrocknen des Anstriches abziehen.
Quelle: red./baumax










