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16.6.2009 14:58

Auf die Effekttechniken kommt es an!


Beim Tupfen mit Schwämmen wird eine kontrastierende Lasur auf den möglichst homogenen trockenen Grund aufgetragen. Die Wirkung lässt sich durch verschiedene Schwammgrößen und -formen sowie unterschiedliche Druckausübung beeinflussen. Auf diese Weise entstehen feine wölkchenartige Wischer.

Bei der Zugtechnik werden mit einem Schläger (spezielle Pinselart) und extrem flachem Ansatz feine gerade Linien in die, über einem Untergrund aufgebrachte Lasur, geritzt. An diesen Stellen scheint der - möglichst kontrastierende - Untergrund durch. Einen ähnlichen Effekt bekommt man durch die Behandlung mit Stahlwolle, die ebenfalls feine Teile der Oberfläche wieder entfernt und so den andersfarbigen Untergrund hervorhebt.

Als Wickeln wird eine Technik bezeichnet, bei der durch Rollen eines feuchten, spiralförmig eingedrehten Tuches, Lasur von der Malfläche abgenommen oder hinzugefügt werden kann. Je nach Form des Tuches und Druckausübung lassen sich verschiedene Effekte erzielen.

Das Sprenkeln kennen viele noch vom Malunterricht aus der Schulzeit. Dabei taucht man die Bürste zuerst in die Farbe, biegt dann die Borsten mit den Fingern zurück und lässt sie anschließend ruckartig los. Ähnliche Ergebnisse werden mit einem Naturhaarpinsel erzielt, der nach dem Einfärben gegen einen Holzstab geschlagen wird.

Unregelmäßige Farbflächen erhält man beim Trockenbürsten mit einem nur wenig eingefärbten Pinsel. Es wird eine wolkenartiges Muster geschaffen.

Beim Schlagen bringt man zunächst mit Lasur eine Maserung auf dem Untergrund auf, die dann gezielt an manchen Stellen mit dem Schläger wieder abgeklopft wird.

Als Kammtechniken werden der senkrechte Kammzug und die Moiré-Technik bezeichnet. Bei beiden wird anstelle eines Pinsels ein spezieller Gummikamm verwendet. Die erste Methode besteht darin, dass man mit möglichst ruhiger Hand eine vertikale Farbbahn nach der anderen zieht. Wenn alles klappt, sind geradlinige Streifenmuster das Ergebnis.

Moirés sind Farbmuster, die im Auge des Betrachters wieder neue Muster hervorrufen. Sie werden z.B. mit horizontalen Streifen, die von vertikalen Wellenlinien durchkreuzt sind, erzeugt.

Beim Maserien werden Holzstrukturen mit dem Pinselstrich nachgeahmt. Dies erfolgt in zwei Arbeitsgängen. Zuerst wird vertikal gezogen, dann mit dem Modler (kleiner, stielloser Pinsel) ein Muster aus überlappenden Kreisen erzeugt.

Quelle: red./baumax

16.6.2009 14:58
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