Boden

Alle Kanäle

14.4.2011 09:19

Fertigparkett verlegen: So einfach
kommen Sie zu Ihrem neuen Parkettboden

  • Parkett lässt sich auf allen ebenen Böden verlegen
  • PLUS: Nützliche Tipps zur exakten Verarbeitung

Parkettböden schenken Ihrem Zuhause Wärme und Gemütlichkeit. Wir beschreiben Ihnen, wie Sie Ihren neuen Boden selbst verlegen können.

Untergrund:
Fertigparkett lässt sich auf fast allen Unterböden verlegen. Bei Sanierungsarbeiten ist möglicherweise schon ein Holzfußboden vorhanden. Ist dieser noch eben, genügt meist ein Nachschrauben oder Nageln von knarrenden Holzdielen.

Nach Aufbringen einer Trittschalldämmung kann der Parkettboden verlegt werden.

Auch PVC-Beläge oder kurzflorige Teppichböden sind geeignete Untergründe. Bei Niveauunterschieden kann mit Spanplatten ein neuer Verlegeuntergrund hergestellt werden. Bei nicht unterkellerten Räumen kommt auf Estrichböden zuerst eine 0,5 mm PE-Folie, dann eine Trittschalldämmung und der Parkettboden. Erhebungen im Estrich werden abgeschliffen, Vertiefungen mit Fließspachtelmasse geebnet.

Schwimmende Verlegung:
Üblicherweise werden Fertigparkette im Heimwerkerbereich schwimmend verlegt, d.h. direkt auf den Untergrund, wobei nur Nut und Feder verleimt werden. Vor der Verlegung gönnen Sie Ihrem Parkett noch etwa 3 Tage Ruhe im Verlegeraum. Die beste Optik erzielen Sie bei einer Verlegung von Dielen-Parkett parallel zum Lichteinfall. Beginnen Sie mit dem Verlegen an einer Wand, wobei die Nut der Parkett-Dielen zur Wand zeigt. Verlegen Sie zuerst zwei Reihen, bevor Sie mit dem Verleimen beginnen.

Verleimen:
Zum Verleimen der Parkettelemente wird die Nut an der oberen Nutwange mit Parkettleim bestrichen. Tragen Sie dabei etwa die Hälfte des Nutvolumens an Leim auf. Nach dem Zusammenfügen der Parkettelemente kann sich der Leim nach unten verteilen.

Nach dem Auftragen des Parkettleims in die Nut werden die Parkett-Dielen zusammengesteckt und mit Hammer und Schlagholz zusammengefügt. Schlagen Sie nicht direkt auf die Feder, da diese sehr leicht beschädigt werden kann. Herausquellender Leim wird nach ca. 10 Minuten mit einer Kunststoffspachtel abgetragen und feucht abgewischt.

Verarbeitungstipps:
Fertigparkett kann schnell auf große Flächen verlegt werden. Sie werden beim Verlegen aber nicht nur gerade Flächen vor sich haben. Heizkörpernischen, Heizungsrohre, Türzargen, Mauervorsprünge - all diese Hindernisse können leicht gemeistert werden. Beachten Sie aber bei all diesen Stellen eine Dehnfuge von ca. 10 mm. Knifflige Stellen sind z. B. an Heizkörpern vorhanden. Um die Parkettelemente hier verlegen zu können, müssen die Hindernisse aus dem Parkett herausgeschnitten oder gebohrt werden. Wenn Sie präzise arbeiten wollen, können Sie sich mit Papierschablonen die erforderlichen Schnitte zurecht kleben oder mit Hilfe eines Winkels übertragen. Bohrungen für Heizungsrohre werden im Durchmesser 10 mm größer gebohrt. Mit der Stichsäge dann ein Segment heraussägen und nach dem Verlegen dieser Parkett-Diele wieder einsetzen.

An Türzargen wird Fertigparkett so verlegt, dass es sich unter die Zarge schieben lässt. Bei Bedarf muss die Zarge etwas gekürzt werden. Legen Sie hierzu ein Dielenstück als Unterlage unter die Säge.

Übergänge und Abschlüsse:
Werden die Parkett-Dielen übergangslos in mehreren Räumen verlegt, müssen zusätzliche Dehnfugen, z. B. an Tür-Durchgängen, eingebaut werden. Übergänge zu anderen Bodenbelägen, wie z. B. Teppichböden, werden mit Übergangsschienen ausgeführt. Mit diesen Schienen lassen sich auch Höhenunterschiede gut anpassen.

(Baumax/red)

14.4.2011 09:19
Seite bookmarken bei: ? Hilfe
zurück zur Startseite
Das Wetter morgen: