Haustechnik

Alle Kanäle

27.4.2009 15:30

Kabel, Verbindungen und Steckdosen


Das Antennenkabel übernimmt gleich mehrere Funktionen:

* es überträgt die Sat-Signale zum Satellitenreceiver

* es führt dem LNB die jeweils richtige Betriebsspannung zu

* es bewirkt im LNB mit dem 22-kHz-Signal die Umschaltung zwischen oberem und unterem Band

Als Verbindung zwischen Antenne und LNB sowie zum Receiver dient ein gut abgeschirmtes sat-taugliches Koaxialkabel, mit einem Widerstand von 75 Ohm. Es gibt mehrere Bauarten: Die einfachste Ausführung besteht aus dem isolierten Innenleiter, einer Abschirmung aus verzinntem Kupfergeflecht und der Außenisolierung. Bei der zweiten Variante ist unter der Kupferabschirmung noch eine zusätzliche Aluminiumfolie angebracht. Sehr gute Kabel sind nach dem Sandwich-Prinzip aus mehreren Schichten Abschirmung aufgebaut. Worauf es in jedem Fall ankommt, ist das Schirmungsmaß, dessen Wert größer als 90 dB (Dezibel) sein sollte.

Bei der Qualität der Verbindungskabel sollte man nicht unnötig sparen, da eine schlechte Ausführung zu Lasten der Wiedergabe geht. Die Kabellänge zwischen LNB und Receiver sollte 30 Meter nicht wesentlich überschreiten, weil ansonst das Signal zu stark gedäpft wird. Damit es nicht zu störenden Überlagerungen kommt, müssen die zu den einzelnen Receivern führenden Kabel einen Mindestabstand von 10 cm aufweisen. Antennenkabel und Strom führende Leitungen dürfen nicht in einem Rohr verlegt werden! Alte Koaxialkabel von terrestrischen Antennen sollten im Zweifelsfall durch neue Kabel ersetzt werden!

Unser Tipp:
Durch die Verwendung eines Adapters aus flexiblem Flachbandkabel erspart man sich das Durchbohren von Wänden bei der Installation der SAT-Anlage. Der Adapter wird einfach zwischen Fensterrahmen und -flügel gelegt und passt sich eng an die Form des Rahmens selbst moderner, dicht schließender Wärmeschutzfenster an. Er ist ca. 20 cm lang und an jeder Seite mit einer F-Buchse versehen, auf die man die F-Stecker des Antennenkabels aufschraubt. Solche Adapterkabel gibt es auch in extraflacher hochflexibler Ausführung. Sie sind kaum dicker als eine Folie und zeichnen sich durch minimale Signalverluste aus.

An die Kabelenden werden Steckverbindungen montiert. Im Bereich Satellitenempfang hat sich die F-Norm durchgesetzt. Die dazugehörigen Stecker und Buchsen (erhältlich in vernickelter Standardversion oder vergoldet, für besonders guten Kontakt) lassen sich einfach ohne Lötkolben anbringen (schrauben oder crimpen) und gewährleisten festen Sitz und hervorragenden Kontakt. Bei fachgerechter Montage sind F-Stecker wasserdicht, zur Sicherheit kann man die Verbindungen noch zusätzlich mit Coaxseal (Wetterschutzmuffe) abdichten und außen mit einem selbstverschweißenden Isolierband umwickeln.

Antennensteckdosen verfügen je nach Bauart über Anschlussmöglichkeiten für Satelliten-Receiver, terrestrisches Fernsehen und Radio. Dazu werden für jede Anschlussart die richtigen Frequenzbereiche geliefert und zusätzlich verhindert, dass die vom Receiver abgegebene Steuerspannung Schaden am Fernseher oder anderen Endgeräten anrichten kann.

Wird eine bestehende terrestrische Verteilanlage auf Satellitenempfang erweitert, so müssen alle Antennensteckdosen ausgetauscht werden! Anleitung zum austauschen.

Quelle: red./baumax

27.4.2009 15:30
Seite bookmarken bei: ? Hilfe
zurück zur Startseite
Das Wetter morgen: