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27.4.2009 15:27

Antennenarten und Bauweisen

Gewölbte Rundantennen (Spiegel), die im Volksmund meist als „Schüsseln“ bezeichnet werden, gibt es als Parabolantenne, Gitterantenne, Cassegrain-Antenne und Offsetantenne. Bei Parabolantennen liegt der Brennpunkt auf den der Umwandler weist, exakt in der Mitte. Erkennungsmerkmale: Der Umwandler ist auf einem Dreifuß montiert und die Schüssel hat eine relativ starke Neigung.

Auch die Gitterantenne ist eine Parabolantenne, die aber nicht aus Blech sondern aus einem Drahtgeflecht besteht und hierzulande eher selten verwendet wird.

Eine interessante Sonderform stellt die Cassegrain-Antenne dar. Sie trägt im Brennpunkt einen kleinen Subreflektor, der das Satellitensignal zusätzlich bündelt und so noch ein Quäntchen mehr aus der Antenne herausholt. Dadurch kann der Spiegel etwas kleiner ausgeführt werden. Weil aber der zusätzliche Gewinn nicht weltbewegend ist, trifft man diese Bauart nur vereinzelt an. Sie eignet sich besonders für kompakte transportable Anlagen (z.B. für Camping) und dort wo ein größerer Spiegel nicht aufgestellt werden kann oder darf.

Die gebräuchlichste Variante ist der Offsetspiegel, der äußerlich der Parabolantenne sehr ähnlich ist und in vielen verschiedenen Größen und Ausführungen angeboten wird. Offset heißt Versatz bzw. Schräge und bedeutet, dass der Brennpunkt gegenüber dem Antennenmittelpunkt etwas nach unten verschoben ist. Eine beispielsweise auf Astra gerichtete Offset-Antenne steht daher beinahe senkrecht und kann so ohne Aufwand an Hauswänden montiert werden. Auch im Winter hat das Offsetprinzip Vorteile. Da die Schüssel nur 10 bis 15 Grad geneigt ist, bleibt kaum Schnee auf dem Reflektor liegen. Er rutscht einfach ab.

Nicht immer muss es eine so genannte "Schüssel" sein, der Fachhandel bietet auch rechteckige Flachantennen an, die bei kleinerer Fläche fast die gleiche Empfangsqualität liefern wie größere Schüsseln und dabei wesentlich unauffälliger sind. Laut Herstellerangaben erreichen Flachantennen etwa den Wirkungsgrad einer 60-cm-Offset-Antenne. Nachteil: Es kann nur ein Satellit angepeilt werden.

Flachantennen sind annähernd quadratisch mit etwa einem halben Meter Kantenlänge und einer Stärke ab 10 Zentimetern. Zu sehen ist aber nur die äußere Hülle. Statt mit einem LNB ist das System im Inneren mit einer Anzahl kleiner Dipolantennen ausgestattet, die für Empfang und Signalumwandlung zuständig sind. Wegen der kompakten Maße sind viele Wohnmobile und Campinganhänger mit Flachantennen ausgerüstet.

Unser Tipp:
Je größer die Antenne, desto besser der Empfang. Für gute Ergebnisse auch bei Schlechtwetter sind Antennen ab etwa 80 cm Durchmesser geeignet.

Einzelanlagen für reinen Astra-Empfang kommen schon mit 60 cm Antennen aus. Gemeinsamer Empfang von Astra und Hot Bird funktioniert ab 80 cm. Das Gleiche gilt bei Empfangsanlagen für mehrere Teilnehmer. Bei Verwendung eines Mehrfach-LNBs (z.B. Quod-LNB) oder mehr als zwei einzelnen LNBs sollte der Spiegeldurchmesser nicht unter 100 cm liegen.


Quelle: red./baumax

27.4.2009 15:27
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