Haustechnik

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24.4.2009 13:59

Montage: Klingel- und Sprechanlagen

Klingelanlage:

Einfache Klingelanlagen werden immer seltener, da aus praktischen und Sicherheitsgründen sich immer mehr Sprechanlagen durchsetzen.

Alle Geräte werden mit Schutzkleinspannung (0 - 24 Volt) betrieben. Diese Spannung erzeugt ein an das 230 Volt Netz angeschlossener Transformator.
Vorerst ist die Leitungsführung zu planen und festzulegen, ob diese auf oder unter Putz liegen soll.

Zur Verdrahtung verwendet man Y-Klingeldrähte, wenn sie in einem Installationsrohr verlaufen. Klingeldraht und 230 V-Leitung nie im gleichen Rohr legen, außer wenn sie durch eine Trennwand abgeschirmt werden. Wird die Leitung in oder auf Putz verlegt, sind YR-Kabel nötig.
Die Leitungsführung ist einfach. Zuerst wird die Sicherung des Stromkreises ausgeschaltet. Dann wird der Transformator angeschlossen, wobei der Primäranschluss zur normalen Stromleitung geht und von der Schutzkleinspannung des Trafos ein Klingeldraht zum Läutwerk und eine zweite Leitung direkt zum Taster. Die Rückleitung vom Taster wird wieder an das Läutwerk angeschlossen. Wird der Taster betätigt, schließt der Stromkreis und die Klingel läutet.

Sprechanlage:

Teile einer Sprechanlage sind Türstation mit Klingelknopf, Mikrofon und Lautsprecher sowie Hörer und Türöffner in der Wohnung, weiters ein Türschließer mit Relais.

Für die Türstation wird eine entsprechende Vertiefung gestemmt, die Wohnungsstation liegt üblicherweise auf Putz. Da mehrere Funktionen zu schalten sind, ist ein sechsadriger YR-Klingelschlauchdraht zu verwenden, zwei Drähte für den Sprechverkehr, drei für Türöffner und Klingel.

Die Stromversorgung erfolgt über einen Trafo mit Schutzkleinspannung (0-24 Volt), der über ein zweiadriges Kabel den Strom an die Türstation bringt.

Die Schaltung schließen Sie nach dem untenstehenden Schema an. Beachten Sie dabei auch die Installationsanleitung des jeweiligen Herstellers.

Auch bei Bild-Tür-Sprechanlagen, die durch Kameras den gesamten Eingangsbereich selbst im Dunkeln (Infrarot) überwachen, erfolgt der Anschluss vergleichbar.

Funktürglocke und Funkgong:

Durch moderne Funktechnik können diese Geräte auf einfachste Weise installiert werden. Sie brauchen keinerlei Fachwissen und müssen weder stemmen noch bohren. Vor allem bei nachträglichen Installationen werden Sie daher eine signifikante Kosten- und Zeitersparnis haben.
Da Funk auch durch Wände und Türen geht, ist eine Sichtverbindungung zum Gerät nicht erforderlich.

Apropos: Wegen zusätzlichem Elektrosmog im Wohnbereich brauchen Sie bei diesen Geräten keine Bedenken zu haben, da die Sendeleistungen vergleichsweise äußerst gering sind.

Quelle: red./baumax

24.4.2009 13:59
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