Basiswissen: Elektroschalter

Das Stromnetz:
Die vom Energieversorgungsunternehmen erzeugte elektrische Energie wird über Freileitung oder Erdkabel ans Haus geliefert. Vom Hausanschlusskasten führt eine Hauptleitung zum Zähler, von dort zweigen die einzelnen Stromkreise ab. Für die meisten Installationsarbeiten werden dreiadrige Leitungen verwendet (Ausnahme: Fünfadrige Leitungen für Starkstromanschlüsse wie z. B. Herd).
Leitungsfarben:
Phase (Außenleiter): neu - schwarz-braun, alt - schwarz
Nulleiter (Mittelleiter): neu - hellblau, alt - grau
Schutzleiter: neu - grün-gelb, alt - rot
Durch Berühren der Phase kann lebensgefährlicher Strom durch den Körper fließen. Neben anderen Maßnahmen dient besonders der Schutzleiter dafür, derartige Stromunfälle zu vermeiden. Ist ein Gerät an eine Schutzkontaktsteckdose angeschlossen, fließt der Strom von der Phase zum Nulleiter.
Der Schutzleiter ist über entsprechende Kontaktstreifen am Stecker und über die Metallzungen an der Steckdose mit elektrisch leitenden Gehäuseteilen verbunden. Der Kontakt einer defekten Phase mit Gehäuseteilen führt daher zu einem Kurzschluss, welcher die Sicherung auslöst und den Stromkreis unterbricht. Geräte, welche mit einem flachem Euro-Stecker ohne Schutzkontaktanschluss angeschlossen werden, müssen besonders schutzisoliert sein.
Leitungen für feste Installationen haben immer einen massiven Kupferkern. Die Absicherung einer Leitung und ihr Querschnitt müssen korrespondieren. Die Bauart einer Leitung richtet sich nach dem geplantem Einsatzzweck, so darf eine sogenannte "Unter-Putz-Leitung" nicht offen oder auf brennbaren Baustoffen verlegt werden.
Weiters weisen Leitungen unterschiedliche Flexibilitäten auf und können bei falschem Einsatz brechen. Alle für Elektroarbeiten zugelassenen Leitungen haben eine Kurzbezeichnung, die aus Buchstaben und Zahlen besteht.
Dabei geben die Buchstaben den Leitungstyp an und die Ziffern bezeichnen die Anzahl und den Querschnitt der Adern. So bezeichnet beispielsweise NYM-J 3x1,5 eine Mantelleitung mit drei Adern von je 1,5 mm2 Querschnitt, wobei eine Ader der Schutzleiter ist - durch das J bezeichnet.
Schutz gegen Stromunfälle bieten Sicherungen oder Leitungsschutzschalter und noch weitergehend Fehlerstrom-Schutzschalter (FI), die den Stromkreis sofort unterbrechen, wenn ein Fehlerstrom größer dem FI-Auslösewert (gemessen in Milliampere) fließt. Sicherungen dürfen niemals überbrückt oder geflickt werden! Beachten Sie den Grundsatz, dass funktionierende Installationen nicht automatisch sicher sind, dass durch falsche Leitungen die Funktion eines Gerätes gestört wird und es eventuell sogar zu einem Brand kommen kann.
Quelle: red./baumax










