Haustechnik

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6.5.2009 12:06

Einbruchschutz


Das richtige Verhalten
Eigenverantwortung: Nicht vergessen die Türen abzusperren, keine Fenster offen oder gekippt lassen, wenn Sie weggehen.

* Halten Sie die Haustüren der Wohnbauten auch tagsüber geschlossen und vergewissern Sie sich, dass sie von außen nicht aufgedrückt werden können. Offen stehende Haustüren können Täter anlocken oder sie in ihre Entscheidungsfindung beeinflussen.

* Machen Sie, wenn jemand bei ihnen klingelt, von der Gegensprechanlage Gebrauch und fragen Sie nach. Es könnte eine Anwesenheitskontrolle sein. Seien sie skeptisch, wem Sie die Türe öffnen.

* Vergessen Sie nicht, Ihre technischen Sicherheitseinrichtungen (z.B. Alarmanlagen) zu benutzen, auch bei kurzer Abwesenheit!

* Gartenmöbel, Mülltonnen oder Leitern können von Einbrechern als Aufstiegs- und Einstiegshilfen benutzt werden. Verräumen Sie diese immer sorgfältig, lassen Sie nichts im Garten frei herumliegen, wenn Sie Haus und Garten kurz unbeobachtet lassen.

* Wesentlichen Einfluss auf das Entdeckungsrisiko haben die Einsichtmöglichkeiten in das Grundstück und die Nachbarn. Auch aktive Nachbarschaftshilfe kann Täter abschrecken, vor allem in Mehrfamilienhäusern ist das der Fall. Aufmerksame Mitbewohner und eine erkennbare harmonische Nachbarschaft verunsichern potenzielle Einbrecher.

* Mit Qualität, Anzahl und Kombination der Sicherungseinrichtungen wächst die Chance, dass der Täter abgeschreckt wird oder zu viel Zeit braucht - und sein Vorhaben aufgibt.

Planung

* Schon bei Planung und Bau eines Einfamilienhauses sollten Sie an Sicherheit denken und Maßnahmen einplanen. Sollten manche davon (finanziell) nicht sofort möglich sein, hilft es schon, eine Leerverrohrung anzulegen, um das Nachrüsten zu gegebenem Zeitpunkt zu erleichtern.

* Eine Kombination aus elektrischen UND mechanischen Sicherheitsmaßnahmen ist am sinnvollsten. Maßnahmen, die viel Lärm verursachen und lange Zeit brauchen, um geknackt zu werden, halten Diebe besonders effizient ab. Der beste Angriffspunkt für Diebe ist noch immer die Nachlässigkeit der Bewohner und so wird gezielt nach offenen Türen und gekippten Fenstern gesucht.

Sicherheitstüren

Achtung: Der Begriff "Sicherheitstür" ist kein Anzeichen für Qualität und einbruchhemmende Ausführung, da dieser Begriff in Österreich nicht geschützt ist. Erst beim Kauf einer Türe,
die nach Ö-Norm geprüft wurde, können Sie auf Qualität und Sicherheit vertrauen. Achten Sie auf Ö-Norm B5338 zertifizierte und gekennzeichnete Produkte beim Kauf. Diese Kennzeichnung bestätigt eine Qualitätskontrolle durch ein anerkanntes Prüfinstitut.

Innerhalb der geprüften Sicherheitstüren unterscheidet man sechs Qualitätsklassen, wobei für den Heimbereich Türen der Klasse 3 empfohlen werden. Sie besteht aus einer durchgehenden Stahl-Holz-Konstruktion und ist bis zu 60 kg schwer. Es ist sichergestellt, dass es in der Gesamtkonstruktion (Türblatt, Zarge, Schloss und Beschlag) keine Schwachstelle gibt.

Sichere Eingangstür - Schlösser
Mindeststandard für eine Wohnungseingangstüre, egal ob
geprüfte Sicherheitstüre oder nicht, sollte sein:

* Einsteckschloss mit Profilzylinder und Schutzbeschlägen

* Sicherheitszylinder, der, der aufbohrgeschützt ist und gegen Kernziehen und Nachsperren geschützt sein.

* Sicherheitsbeschlag, der den Zylinder vollständig schützt (max. Toleranz von ± 3 mm).

* Ein gutes Zusatzschloss, z.B. in Kombination mit Sperrbügel. Damit kann auch das Aufstoßen der Türe durch ungebetene Besucher verhindert werden.

* Weitwinkelspion (180° Winkel).

* Der Türrahmen muss mechanisch stabil mit dem Mauerwerk verbunden, eventuell sogar im Schließbereich verstärkt sein. Verwenden Sie mehrfach im Mauerwerk verankerte Schließbleche mit einer Materialstärke von mindestens 3 mm und einer Mindestlänge von 300 mm, um das Aushebeln im Schlossbereich zu erschweren. Ein Augenmerk sollte auf stabile Türbänder gelegt werden.

* Das Türblatt soll eine Mindeststärke von 45 mm aufweisen.

Eine weitere sinnvolle Ergänzung, um den Widerstandswert einer Türe, auch einer geprüften Sicherheitstüre, zu erhöhen, ist eine Mehrfachverriegelung. Ohne vorhandene Mindeststandards hilft aber auch diese nicht vor Einbrechern.

Zeituhrgesteuerte Lichtanlagen, übers ganze Haus verteilt, oder Rollläden, die sich selbsttätig öffnen und schließen, gaukeln bewohnte Räume vor und wirken abschreckend. Bei dem Gebrauch von Zeitschaltungen sollten darüber hinaus flexible Zeiten gewählt werden, da ein ständig gleicher Rhythmus Gaunern sehr wohl auffällt.

Quelle: red./baumax

6.5.2009 12:06
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