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5.5.2009 15:20

Wenn die tragenden Mauern des Eigenheims errichtet sind, fehlt nur mehr das Dach

  • Bitte nicht sparen! Dieser Teil Ihres Hauses muss
  • mit Abstand die größten "Abenteuer" heil überstehen

Dieser Teil Ihres Hauses muss mit Abstand die größten "Abenteuer" heil überstehen: An regnerischen Tagen können sintflutartige Bäche über das Dach fließen, und nichts davon soll nach innen dringen.
Stürmischer Wind zerrt massiv am Deckungsmaterial, Hagel und Frost setzen ihm zu, doch das darf ihm nichts ausmachen.

In einem strengen Winter kann es passieren, dass die Last auf dem Dach durch Eis und Schnee mehr als eine Tonne Gewicht pro Quadratmeter erreicht. Das Dach muss außerdem unbrennbar, den Schadstoffen in der Luft überlegen und recyclebar sein. Und ausbleichen darf es übrigens auch nicht.

Das begrünte Dach
Das Dach zu begrünen ist leider noch nicht sehr weit verbreitet, aber dennoch sinnvoll, denn das ist ein hervorragender Energiepuffer.
Architekt Günter Klein: "Im Sommer kühlt es, weil die Verdunstungskälte am 'Kopf' des Hauses kühlend wirkt. Im Gegensatz zu Stein oder Blech, das erst in der Nacht langsam abkühlt, ist eine Wiese mit Vegetation immer feucht. Regenwasser wird verzögert abgeleitet; das ist gesamtökologisch sehr günstig, denn das Wasser fällt nicht als Welle an, sondern fließt schön langsam ab."

Ein grünes Dach sieht nicht nur schöner aus, es festigt auch das Bauklima. Außerdem ist eine grüne Abdeckung beständiger -und damit ist es ein perfekter Schutz für die Dachhaut. Allerdings: Die Dachbegrünung ist bei einem Haus in klassischer Ziegel-Massivbauweise leichter zu realisieren als bei einem Haus, das in Holzständer- bauweise errichtet wurde. Dass sich noch sehr wenige Häuslbauer dafür entscheiden, hat oft mit dem Kostenfaktor zu tun: Die Begrünung kostet Geld, und weil das Substrat für die Bepflanzung ein höheres Gewicht hat, muss auch die Statik mehr leisten können. Wer ein Gründach will, sollte es von Anfang an einplanen, denn im Nachhinein wird es nahezu unerschwinglich, die Statik entsprechend zu verstärken.

Gute Qualität ist entscheidend
Egal, ob Tonziegel, Betondachziegel oder Zinkblech, damit das Dach über dem Kopf auch viele Jahrzehnte lang hält, was es verspricht, muss sowohl die Qualität der Materialien als auch die der Verarbeitung durch den Dachdecker stimmen. Außerdem müssen auch die Spenglermeister solide Arbeit leisten, sonst nutzt Ihnen ein guter Dachziegel wenig.

Das Dach ist der denkbar schlechteste Platz für Sparmaßnahmen. Wie spitz oder flach es ist, hängt heute nur mehr von den Vorlieben der Bauherren ab. Gewisse Einschränkungen könnten durch die örtlichen Bauvorschriften oder den Bebauungs- plan gegeben sein. Das Satteldach ist noch immer am weitesten verbreitet, denn die Mansarde wird gerne als zusätzlicher Wohnraum genutzt. In diesem Fall werden meist großzügige Dachfenster eingebaut. Beliebte Formen sind aber auch das kosten- günstige Pultdach oder das Walmdach. Soll auf dem Haus eine Solaranlage installiert werden, dann sollte das Dach in südlicher Richtung sanft abfallen.

Quelle: red./sbausparkasse

5.5.2009 15:20
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