Hausbau

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23.4.2009 18:47

Lebensqualität und Raumklima


Jeder Mensch erwartet von seiner Behausung Wärme, Behaglichkeit und Geborgenheit. Doch welche Bautechnik erfüllt den Wunsch nach Lebensqualität und optimalem Raumklima besser?

Massiven Baumaterialien wird gefühlsmäßig auch eine Solidität, Langlebigkeit und Wertbeständigkeit zugeordnet. Der Gedanke an ein "Leichtbau"-Haus aus Holzkonstruktionen löst bei manchen Bauherren diese "erstrebenswerten" Gefühle offenbar nicht so deutlich aus.
Diese Wahrnehmung kann aber trügen: Die Lebensdauer eines Hauses ist nicht vom gewählten Baumaterial abhängig, sondern davon, wie gut dieses verarbeitet wurde. Je weniger Wasser eindringen kann, je früher es bei Bedarf renoviert und saniert wird, je besser ein Haus in Schuss gehalten wird, je besser es für zukünftige Anforderungen, wie zum Beispiel Barrierefreiheit, gerüstet ist, desto langlebiger ist es auch.

Wer dies berücksichtigt, darf sich über einen langen Werterhalt seiner Immobilie freuen - egal, ob die Konstruktion aus Ziegel oder aus Holz besteht. Im Bereich Wohnklima haben bei manchen Aspekten die mineralischen Baustoffe einen Vorsprung, in anderen die Holzbauweise. Bei Holzbauweisen werden zum Beispiel Holzschutz- und Konservierungsmittel eingesetzt, die zwar nicht absolut biologisch sein können, aber bei sachgemäßer Anwendung keine negativen Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Ziegel haben keine Ausdünstungen. Wenn es um Atmungsaktivität geht, können beide Baustoffgruppen punkten.

Selbst bauen
Da bei der Holzbauweise vieles von Zimmerern vorgefertigt und professionell montiert werden muss, ist eine Eigenleistung nur in begrenztem Ausmaß möglich. Die Bauherren können erst ab der Ausbauphase die Ärmel hochkrempeln. Wer mit Planziegeln baut, kann schon früher mit anpacken, praktisch vom Fundament weg selbst Ziegel aufschichten und damit die Baukosten ein wenig reduzieren.

Brandsicherheit
Die Mär vom leicht brennbaren Holzhaus und dem unzerstörbaren Beton- und Ziegelhaus hat sich lange gehalten - heute glaubt das niemand mehr. Fakt ist: Jedes Haus muss so geplant und ausgeführt sein, dass es bei einem Brand nicht einstürzt. Die erforderliche Mindestwiderstandsdauer hängt davon ab, um welche Art von Gebäude es sich handelt. Dass überhaupt ein Brand ausbricht, hat mit dem Baustoff wenig zu tun, schuld daran sind meist fehlerhafte Elektroinstallationen und entflammte Einrichtungs- und Dekorationsgegenstände.

Schallschutz
Massive Mauern bieten einen guten Schallschutz, das tun allerdings auch Wände aus Holz, wenn man bestimmte Konstruktionsweisen beachtet.

Von jeder Welt das Beste
Das Abwägen von Vor- und Nachteilen muss nicht unbedingt dazu führen, dass man einen Baustoff kategorisch ausschließt - im Gegenteil, immer mehr Bauherren kombinieren aus allen Material-Welten das Beste und sichern sich damit viel Lebensqualität. Architekt Martin Aichholzer: "Es ist nicht sinnvoll, irgendeinen Baustoff auszuklammern, es sollte nur jeder am richtigen Platz verwendet werden. Massivbauteile und Leichtkonstruktionen können sich hervorragend ergänzen."

Quelle: red./sbausparkasse

23.4.2009 18:47
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