Flächenwidmungs- und Bebauungsplan

Bevor Sie ein Grundstück kaufen, sollten Sie auch unbedingt den Flächenwidmungsplan und den Bebauungsplan einsehen.
Der Flächenwidmungplan
Der Flächenwidmungsplan zeigt, ob das Grundstück bzw. die umliegenden Flächen als Bauland, Bauhoffnungsland oder Grünfläche gewidmet sind. Außerdem wird daraus ersichtlich, ob Bauvorhaben geplant sind, die die Lebens- und Wohnqualität sowie den späteren Verkaufserlös der Immobilie deutlich beeinträchtigen. Jede Gemeinde besitzt einen Flächen- widmungsplan, in dem festgehalten wird, welche Flächen nicht bebaut werden dürfen und Grünland bleiben müssen, für Straßen und Autobahnen benötigt werden und welche Gebiete der Errichtung von Wohn- und Geschäftsbereichen "gewidmet" sind. Gäbe es hier keine Regulierung, dann könnte rein theoretisch eines Morgens plötzlich mitten durch Ihr Wohngebiet eine Autobahn führen.
Die Vermeidung einer baulichen "Anarchie" dient also im Prinzip der allgemeinen Harmonie. Die Lebensqualität in Wohnbereichen soll nicht durch Lärm und Abgase gemindert werden und die grünen Wiesen und Wälder sollen Natur pur bleiben. Im Zuge der Raumplanung versuchen die Gemeinden einerseits die wirtschaftlichen, touristischen und menschlichen Interessen zu wahren, andererseits aber auch dem Schutz der Umwelt und der Kultur die gebührende Aufmerksamkeit zu widmen.
Auf dem Flächenwidmungsplan können Sie also ablesen, was sich heute oder in Zukunft im Umfeld Ihres Grundstückes abspielen wird. Außerdem gibt er zum Beispiel Auskunft darüber, woher der Wind vorwiegend weht, was ebenfalls eine nicht uninteressante Information ist. Der Flächen- widmungsplan wird immer wieder einer Aktualisierung unterzogen, dann könnten die Karten neu gemischt werden.
Unser Tipp: Kein Grundstückskauf ohne Flächenwidmungsplan!
Quelle: red./sbausparkasse










