Energiesparen ohne kalte Füße

Eines der größten Energiesparpotenziale im Haushalt bietet das Heizen. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie richtig sparen können ohne kalte Füße zu bekommen.
1. Prüfen Sie Ihre Heizanlage regelmäßig.
Ein wichtiger Faktor im Betrieb der Heizanlage ist das regelmäßige Brennservice. Wichtig dabei ist, dass Sie das Service immer zum Beginn der Heizperiode machen und nicht danach. Vor allem dann, wenn Sie im Sommer das Warmwasser mit dem Heizsystem aufbereiten. Dadurch erhöht sich die Möglichkeit, dass der Brenner durch das häufige Starten verunreinigt wird und sein Wirkungsgrad sinkt.
2. Machen Sie richtig dicht.
Schlecht abgedichtete Fenster und (Außen-)Türen kosten Energie. Nehmen Sie daher Ihre Fenster mit einfachen Versuchen unter die Lupe. Sind die Fensterfugen dicht? Klemmen Sie ein Blatt Papier zwischen Fenster und Rahmen. Läßt sich das Papier leicht herausziehen, ist die Dichtung ungenügend. Führen Sie den Versuch an verschiedenen Stellen durch!
Ist der Rahmen dicht? Mit einer brennenden Kerze finden Sie die durchlässigen Stellen, die die Flamme zum Flackern bringen. Bei Wind oder Kälte ist die Überprüfung einfacher. Zur Behebung undichter Stellen haben Sie zwei Möglichkeiten:
1. Kleben Sie ein Dichtungsband auf. Dichtungsbänder nützen sich häufig relativ schnell ab und müssen daher meist nach kurzer Zeit erneuert werden.
2. Bringen Sie ein Dichtungsprofil am Fensterrahmen an. Somit erziehlen Sie mit geringem Aufwand eine größere Wirkung!
3. Luft raus aus dem Heizkörper.
Gluckerts im Heizkörper? Dann ist es höchste Zeit, einmal so richtig Luft abzulassen! Diese Geräusche entstehen, wenn Luftpolster die Zirkulation verhindern. Beheben kann man diesen Umstand sehr einfach: Ventil oben am Heizkörper öffnen, ein Gefäß darunter halten und warten, bis die Luft entwichen ist und Wasser austritt. Danach Ventil wieder schließen. Geringe Mühe, große Wirkung: Luft in der Leitung kann bis zu 15 % mehr Energie kosten!
4. Sind die Heizungsrohre gedämmt?
Nicht nur die Zuleitungen zu den Räumen, sondern auch Heizungsrohre in den beheizten Räumen sollten gedämmt sein. Sie helfen zwar mit, den Raum zu heizen, können aber nicht geregelt werden. So sparen Sie vor allem in der Übergangszeit Energie und beugen einer Überhitzung der Räume vor.
5. Kontrollieren der Vorlauftemperatur.
Gerade bei alten Gasheizungen ist die Vorlauftemperatur meistens zu hoch eingestellt. Dies führt zu kurzen Brennerlaufzeiten und damit zu hohem Energieverbrauch. Vor allem in der Übergangszeit reichen auch geringere Vorlauftemperaturen.
6. Rollläden und Vorhänge.
Rollläden vor den Fenstern kosten nicht nur Geld, sondern bringen auch Geld: Denn sie vergrößern den isolierenden Luftpolster und verringern dadurch die Wärmeverluste in der Nacht. Voraussetzung dafür sind dichte Rollläden sowie wärmegedämmte Rollladenkästen. Vorhang auf! Geht der Vorhang vor dem Heizkörper bis zum Boden, kann der Energieaufwand um bis zu 40 % steigen. Der Grund ist klar: Der Ausbreitungsweg der wohligen Wärme wird gehemmt und der Energieaufwand zur Erzielung einer angenehmen Raumtemperatur wächst. Reicht der Vorhang hingegen nur bis ca. 5 cm über den Heizkörper, und sorgt zusätzlich ein Fensterbrett über dem Heizkörper für bessere Abstrahlung der Wärme, so sind bis zu 25 % Energieersparnis erzielbar! Vorhang zu! Vor allem, wenn Ihre Vorhänge aus etwas stärkerem Material sind, können sie zum Energiesparen beitragen: Ist der Fensterbereich vollständig abgedeckt, verringern sich die Wärmeverluste gewaltig.
7. Heizen mit Thermostat.
Der Einsatz von Thermostatventilen hilft beim Energie sparen. Ist die gewünschte Temperatur erreicht schaltet das Thermostat den Heizkörper ab.
8. Temperaturen zum Wohlfühlen!
Zum Schlafen benötigen wir weniger Wärme als im Wohnzimmer oder im Bad. Empfohlene Temperaturen sind: Wohnzimmer: 20 bis 22 Grad, Schlafzimmer: 16 bis 18 Grad, Kinderzimmer: 20 Grad, Badezimmer: 24 Grad. Diese zimmerweise Regelung wird durch Thermostatventile an den Heizungsradiatoren möglich.
9. Hohe Luftfeuchtigkeit. Tiefe Temperaturen.
Das Wohlfühlen während der Heizperiode hängt maßgeblich von der Luftfeuchtigkeit ab. Für ein angenehmes Raumklima soll die Luftfeuchtigkeit zwischen 30 und 60 % liegen. Braucht man bei 30 % Luftfeuchtigkeit 23 Grad zum Wohlfühlen, so sind bei 60 % nur 21 Grad nötig. Mit höherer Luftfeuchtigkeit kann man in diesem Fall also rund 10 % Energie sparen. Beispielsweise durch eine flache Schale Wasser auf dem Heizkörper.
10. Nicht falsch sparen.
Kurzfristig unbenutzte Räume überhaupt nicht zu heizen, liegt zwar nahe, aber der Glaube, damit Energie zu sparen, entpuppt sich als Aberglaube. Es kostet mehr Energie, kalte und feuchte Räume wieder aufzuheizen, als diese permanent niedrig temperiert zu halten. Daher: Mit Thermostatventilen niedere Temperaturen einstellen.
11. Urlaub für die Heizung.
Warm ums Herz wird dem, der im Winter auf Urlaub fährt und daran denkt, die Heizung zurückzudrehen. Ein Grad Raumtemperatur weniger senkt den Energieverbrauch um bis zu 6 %. In Abwesenheit genügen 15 Grad Raumtemperatur oder weniger.
Quelle: red./unsere wasserkraft










