2.4.2009 18:49

Laminat und Fußbodenheizung


Aufgrund der hydroskopischen Eigenschaften eines Laminatbodens mit einem Holzanteil von über 90% sollte die Arbeitsumgebung vor, während und nach der Verlegung die folgenden Werte aufweisen:

Bodenobenflächentemperatur mindestens 15 °C; Raumlufttemperatur 18 – 24 °C; relative Luftfeuchtigkeit zwischen 40 bis 70 %.

Unter diesen Bedingungen kann sich der Boden in schönster Optik optimal entfalten. Wenn die Werte für die relative Luftfeuchte außerhalb des vorstehenden Bereichs liegen, können sich die Dielen dauerhaft verziehen. Eine Feuchtigkeitsdämmschicht ist immer zu verlegen! Soll der Laminatboden auf einer Fußbodenheizung verlegt werden, ist ein spezielles Auf- und Abheizverfahren zu befolgen, bevor die Feuchtigkeitsdämmschicht platziert wird.

Erläuterungen und Einschränkungen:
Laminatboden eignet sich zur Verlegung auf Fußbodenheizungen. Laminatboden ist nicht geeignet zur Verlegung auf Fußbodenheizungen, die als Folienheizung auf dem Estrich liegen. Die Oberflächentemperatur darf zu keiner Zeit 28 °C überschreiten. Handelsübliche Elektrofußbodenheizungen auf Folienbasis können gewöhnlich eine Obenflächentemperatur von weit größer als 28 °C erzeugen, wenn sie auf maximale Betriebstemperatur hochgestellt werden, aus diesem Grund sind sie als Verlegeuntergrund für Laminatboden nicht geeignet.

Verfahren:
Die Verlegung von Laminatboden auf einer Niedrigtemperatur-Fußbodenheizung ist möglich, vorausgesetzt dass vor der Verlegung der Feuchtigkeitsdämmunterlage ein spezielles Auf- und Abheizverfahren befolgt wird: Die Temperatur Ihrer Heizanlage auf 25 °C regulieren und 3 Tage konstant beibehalten. Die Heizung in Schritten von 5 °C bis auf ihre Maximaltemperatur hochfahren. 72 Stunden ohne Unterbrechung konstant laufen lassen. Dann die Temperatur in Schritten von 10 °C reduzieren, bis eine Bodenoberflächentemperatur von 18 °C erreicht ist. Vor, während und mindestens 3 Tage nach der Verlegung ihres Laminatbodens sollte die Oberflächentemperatur des Bodens konstant auf 18 °C gehalten werden. Nicht vergessen, die 0,2 mm Dampfbremse zu verlegen! Nach Ablauf von 3 Tagen die Temperatur langsam auf die erforderliche Betriebstemperatur erhöhen. Die Obenflächentemperatur des beheizten Untergrundes darf zu keiner Zeit 28 °C überschreiten. Erkundigen Sie sich bitte bei Ihrem Händler und dem Hersteller der Fußbodenheizung.

Zusammenfassung:
Tarkett-Laminatboden kann auf Fußbodenheizungen verlegt werden. Jedoch müssen dafür bestimmte Voraussetzungen vorliegen: Wasserbetriebene Fußbodenheizungen, die in dem Estrich eingebaut sind, sind als Verlegeuntergrund geeignet. Die Oberflächentemperatur darf zu keiner Zeit 28 °C überschreiten! Systeme mit Variobetrieb, die kühlen und heizen, sind NICHT geeignet.


Quelle: red./tarkett-floors.com

2.4.2009 18:49
Seite bookmarken bei: ? Hilfe
zurück zur Startseite
Das Wetter heute: