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28.12.2010 14:27

So schaffen Sie ein optimales Raumklima: Überprüfen Sie die Feuchtigkeit der Räume

  • Behaglichkeitsbereich hängt stark Luftfeuchtigkeit ab
  • 1 Grad weniger ergibt Heizkosteneinsparung von 4 %

Luftfeuchtigkeit kann das Raumklima verbessern, doch Mensch und Tier geben ständig Feuchtigkeit an die Raumluft ab und verbrauchen gleichzeitig den Sauerstoff. Auch vorhandene Zimmerpflanzen tragen zu einer Anreicherung der Feuchtigkeit in der Raumluft bei. Der Umkehreffekt ist oft die Folge: In dichten Räumen verschlechtert sich die Luftqualität und die Luftfeuchtigkeit kann zu hohe Werte annehmen.

Die Notwendigkeit und die Forderung teure Energie einzusparen, bringt es mit sich, dass Wohnungen und Häuser durch moderne Fenster und Türen immer "luftdichter" werden und dadurch verbrauchte, mit Feuchtigkeit angereicherte Luft kaum noch durch frische Luft ersetzt wird. Mit einem Hygrometer (Feuchtigkeitsmessgerät) können Sie die Feuchtigkeit überprüfen. Der am meisten empfohlene Bereich liegt bei etwa 40 %.

Luftfeuchtigkeit
Der Behaglichkeitsbereich hängt stark von der relativen Luftfeuchtigkeit im Raum ab. Diese sollte etwa zwischen 30 % und 65 % liegen.

Raumtemperatur - relative Luftfeuchtigkeit
Die relative Luftfeuchtigkeit (=Sättigungsgrad) ist das Verhältnis aus der tatsächlich enthaltenen, zur maximalen Masse des Wasserdampfes in der Luft. Die maximale Wassermenge (Wasserdampf), welche die Luft aufnehmen kann, ist von der Raumtemperatur abhängig.

Beispiel- ein Kubikmeter Luft kann etwa folgende Menge an Wasser aufnehmen und ist dann zu 700 % gesättigt:

-7° C bis ca. 2,2 g Wasser
0° C bis ca. 4,4 g Wasser
+70° C bis ca. 8,8 g Wasser
+ 20° C bis ca. 17,0 g Wasser
+ 23° C bis ca. 20,0 g Wasser


Dies bedeutet: Je höher die Raumtemperatur, umso höher die Möglichkeit zur Feuchtigkeitsaufnahme und desto höher der Sättigungsgrad.

Eine offene Bauweise verändert natürlich die möglichen oder besser sinnvollen Temperaturunterschiede. Die allgemein empfohlene Raumlufttemperatur setzt sich folgendermaßen zusammen:

Empfohlene Temperaturbereiche für Wohnräume
Wohnzimmer: 20 - 23°
Schlafzimmer: 15 - 18°
Küche: 18 - 20°
Bad: 20 - 23°
WC: 16 - 19°
Vorzimmer/Diele: 15 - 18°
Abstellräume: 14 - 16°
Windfang: 15°
Eßplatz: 19°

Die unterschiedliche thermische Behaglichkeit ermöglicht es kaum, in einem Raum für alle Personen das optimale Raumklima zu schaffen. Körperliche Betätigungen, individuelles Empfinden sowie die Bekleidung beeinflussen das Empfinden. Daher gelten diese Temperaturbereiche nur als Richtwerte. Hier gilt es, einen Kompromiss innerhalb der Familie oder der Wohngemeinschaft zu finden.

Für eine deutliche Heizkostenersparnis empfehlen Baubiologen eine Reduktion der Raumtemperatur um ein bis zwei Grad. Frieren im Winter ist dadurch keinesfalls notwendig. Heizungstechniker rechnen mit einer Faustregel: Demnach ergibt ein Grad weniger Raumtemperatur eine Einsparung von vier Prozent der Heizkosten. Wichtig sind dabei jedoch funktionierende Thermostate.

(red./gesund bauen und renovieren)

28.12.2010 14:27
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