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19.8.2010 10:07

Selbst mauern, betonieren und verputzen. Die wichtigsten Begriffe für Sie zusammengefasst

  • Ob Hobbybastler oder Profihandwerker -
  • Denken Sie an die richtigen Sicherheitsvorkehrungen

Meterstab, Wasserwaage: Das Messen von Längen und Höhen, das Anlegen von Winkeln, das Prüfen der Waagrechten und Senkrechten mit diesen Werkzeugen, gehört zu den grundlegenden Arbeiten am Bau. Nur wer in diesem Bereich professionell arbeitet, sichert sich auch gute Arbeitsergebnisse.

Sanierputze sind spezielle poröse Fertigputze, die das Austrocknen von Mauerwerk begünstigen und auskristallisierende Mauersalze aufnehmen können.

Mauerdurchbrüche sollen meist Öffnungen für Fenster oder Türen schaffen, auch für Durchreichen oder Nischen sind Mauerdurch oder -ausbrüche nötig.

Für Ausbesserungsarbeiten verwendet man häufig Fertigprodukte auf Zementbasis, die besondere Eigenschaften aufweisen: Sie sind meist feinkörnig, besonders widerstandsfähig und zum Teil auch schnell erhärtend.

Putz ist eine aus Mörtel bestehende Verkleidungsschicht. Er soll das Mauerwerk schützen und optisch verschönern. Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, Putze aufzubauen und zu strukturieren.

Das Mauerwerk muss eine genügende Stabilität besitzen. Deshalb müssen die Mauersteine in der Regel mit Mörtel verbunden werden. Man unterscheidet die waagrecht verlaufenden lagerfugen und die senkrecht verlaufenden Stoßfugen.

Wärme- und Schallschutz: Ein richtig feplanter Wärme-und Schallschutz schützt vor unangenehmen Folgen. Vor kalten Wänden, hohen Heizkosten und Lärmbelästigung.

Mauerwerk vor Feuchtigkeit schützen! Feuchtigkeit tritt bei erdberührenden Mauern in Form von normaler Erdfeuchtigkeit und in Form von drückendem Stau-, Hang- oder Grundwasser auf. Außerdem können Niederschläge und Wasserdampf das Mauerwerk belasten und schädigen.

Statik: Der Statiker sorgt durch seine Berechnungen für die Standsicherheit eines Hauses oder von bestimmten Bauteilen. Er berechnet Lasten und Druckbelastungen und danach Balken, Decken und Bewehrungen, Mauerwerk und Fundamente.

Mauersteine und Bauelemente: Zur Errichtung von Mauern eignen sich Mauersteine aus verschiedenen Grundmaterialien, die unterschiedliche Eigenschaften aufweisen. In den meisten Fällen erhält Mauerwerk eine Putzbeschichtung. Die dafür verwendeten Mauersteine nennt man Hintermauersteine. Für unverputztes Sichtmauerwerk eignen sich nur wetterfeste Vormauersteine aus Ziegel und Kalksandstein. Herkömmliches Mauerwerk wird mit waagrechten und senkrechten Mörtelfugen hergestellt. Steine mit Mörteltaschen ermöglichen ein fugenloses Aneinanderstoßen der Steine und ein anschließendes Vergießen der Tasche; Steine mit Verzahnungen oder Nut und Feder benötigen überhaupt keinen Stoßfugenmörtel mehr. Besonders passgenau hergestellte Mauersteine nennt man Plansteine, sie können mit Dünnbettmörtel vermauert werden, der ähnlich wie Fliesenkleber mit einer Zahnkelle aufgetragen wird.

Bindemittel: Bindemittel verbinden die Zuschlagstoffe bei Mörtel und Beton und verleihen ihnen unterschiedliche Eigenschaften.

Kalke werden vorwiegend zur Herstellung von Mörtel verwendet.
Mit Zement lassen sich die höchsten Festigkeiten erreichen. Gips ist feuchtigkeitsempfindlcihe und deshalb nur für den Innenbereich geeignet. Die klassischen Bindemittel können weit gehend oder zum Teil durch Kunststoffe ersetzt werden. So enthalten heute viele Fertigmörtel Zusätze, um deren Eigenschaften zu verbessern.

Mörtel sind Mischungen aus Sand, Bindemitteln und Wasser. Es gibt Mörtel die man zum Mauern und Putzen gleichermaßen verwenden kann, aber auch Mörtel, die sich nur zu einem Zweck eignen.

Beton besteht aus Zement, Wasser und Zuschlägen und ist im erhärteten Zustand ein künstlicher Stein. Als Zuschlag dienen bei Normalbeton natürlcihe Steine mit abgestufter Körnung. Für die unterschiedlichen Einsatzzwecke benötigt man verschiedene Betonfestigkeiten.

Mörtel und Beton können Sie mit verschiedenen Methoden anmischen: Kleinere Mengen von Hand oder mit dem Rührquirl, größere Mengen am besten mit der Mischmaschine.

Mauerdurchbrüche sollen meist Öffnungen für Fenster oder Türen schaffen, auch für Durchreichen oder Nischen sind Mauerdurch- oder -ausbrüche notwendig. In der Regel keine Probleme bereiten Durchbrüche bei nicht tragenden Mauern. Bei tragenden Mauern ist in der Regel zuerst eine statische Beurteilung erforderlich.

Sanierputze sind spezielle poröse Fertigputze, die das Austrocknen von Mauerwerk begünstigen und auskristallisierende Mauersalze aufnehmen können.

Sicherheit bei Mauerarbeiten

Arbeiten auf dem Bau bergen eine Vielzahl von Gefahren. Vermeiden Sie Unfälle und Verletzungen durch richtiges Verhalten.

Schützen Sie Ihre Hände, indem Sie geeignete, widerstandsfähige Handschuhe tragen. Das ungewohnte Arbeiten mit rauen Mauersteinen und Mörteln kann zu Hautverletzungen führen. Verwenden Sie nur Meißel mit Schutzgriffen, die danebengehende Hammerschläge abfedern.

In vielen Fällen ist das Tragen eines Helms zu empfehlen, z. B. bei Abbrucharbeiten oder dann, wenn mehrere Personen gleichzeitig an einem Gerüst arbeiten. Arbeiten Sie so, dass keine Baustoffe oder Werkzeuge von Gerüsten fallen können. Staubbelastungen können Sie durch eine entsprechende Staubmaske vermeiden, z. B. bei Abbrucharbeiten oder Fräsarbeiten. Schutzbrillen können je nach Ausführung vor Mörtelspritzern oder vor Steinsplittern bei Stemm-, Abbruch- oder Fräsarbeiten schützen.

Sorgen Sie dafür, dass die Baustelle abgesperrt ist, z. B. durch entsprechende Hinweisschilder und Drahtzäune, die Sie sich ausleihen können. Informieren Sie gegebenenfalls Mitbewohner oder Nachbarn. Beachten Sie unbedingt folgende Grundregeln für Arbeiten am Bau:

• Vermeiden Sie Hast und Hetze, denn die Arbeitssicherheit bleibt dabei häufig auf der Strecke.

• Vermeiden Sie Stürze, indem Sie umsichtig arbeiten und nur geeig¬nete Leitern und stabile Gerüste verwenden.

• Achten Sie auf die Gefahren durch Strom; verwenden Sie nur geeignete Kabel, z. B. hochbelastbare Gummischlauchleitungen und schlagfeste, gegebenenfalls spritzwassergeschützte Kupplungen; schützen Sie die Kabel vor Beschädigung.

• Vermeiden Sie Stolpergefahren durch herumliegende Kabel, Werkzeuge und Baustoffe.

• Entnageln Sie Bauhölzer und tragen Sie nur stabile Schuhe.

• Halten Sie Kinder von Baustellen und gefährlichen Baustoffen fern.

• Prüfen Sie, ob Sie eine Bauherrenhaftpflichtversicherung abschließen wollen. Versichern Sie Ihre Helfer und gegebenenfalls sich selbst unbedingt bei der Bauberufsgenossenschaft gegen die Folgen eines Unfalls.


Quelle: red./ Compact Verlag

19.8.2010 10:07
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