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24.3.2009 18:44

Vorteile und Nachteile eines Fertigteilhauses

Vorteile:

Erste Wahl: In Katalogen und auf den Websites der Fertighaushersteller werden zahlreiche Hausvarianten präsentiert. Sie bekommen Anregungen und Entscheidungshilfen, welcher Haustyp Ihnen am ehesten zusagt, sei es modernes Bungalow, rustikales Einfamilienhaus im Landhausstil, traditionelles Fachwerkhaus oder eine exklusive Villa.

Individuell gestaltet: Bezüglich der räumlichen Gestaltung sind bei Fertighäusern kaum Grenzen gesetzt. Und das Beste daran ist, dass Sie exakt planen können, wie sich das Innenleben Ihres Hauses gestalten soll.

Die Qual der Wahl: Sie entscheiden ob Keller oder Bodenplatte, welche Dachziegel, Fenster, Türen, Heizung, Fliesen usw. – ganz nach Geschmack und Geldbeutel. Tatsächlich können nach der Fertigstellung des Hauses nur Fachleute sehen, dass es sich um ein Haus in Fertigbauweise handelt.

Aus einer Hand: Kein aufreibender Nervenkrieg mit Behörden, Banken und Handwerkern. Idealerweise ist ein erfahrener Ansprechpartner für Sie da und betreut Sie rundum in allen Phasen, angefangen bei der Bauplanung, über die Finanzierung bis hin zur Schlüsselübergabe und der Betreuung nach dem Einzug. Das spart Geld, Zeit und Nerven.

Mitgebaut, Geld gespart: Sie scheuen nicht davor zurück, selbst anzupacken? Umso besser, denn so können Sie Ihre Hauskosten erheblich reduzieren. Bei Ausbauhäusern übernimmt der Bauherr einen Teil der Ausbauarbeiten. Entweder selbst oder mit der Unterstützung anderer. Ausbauhäuser werden in verschiedenen Baustufen angeboten, die auf den Umfang der möglichen Eigenleistungen abgestimmt sind.

Kalkulierbar: Ein garantierter Festpreis, der in der Regel zwölf Monate Gültigkeit behält, macht die für Sie zu erwartenden Ausgaben überschaubar und die Finanzierung kann darauf möglichst genau und günstig abgestimmt werden.

Ganz schön flott: Die Bauzeiten von Fertighäusern stehen hier nicht wirklich in Konkurrenz zum traditionellen Hausbau. Sind Keller oder Bodenplatte fertig, vergeht oft nur ein einziger Tag, bis das Haus gebaut beziehungsweise montiert ist. Das spart enorm Zeit und Kosten.

Bei Wind und Wetter: Die Fertighausteile werden in den Werkshallen vorgefertigt, egal ob es draußen regnet, stürmt oder schneit. Der Aufbau vor Ort erfolgt in kürzester Zeit und ist so nahezu witterungsunabhängig.

Wo auch immer: Fertighäuser können fast überall gebaut werden. Unwegsames Gelände, extreme Hanglage, feuchter oder felsiger Untergrund können Ihrem Bauvorhaben kaum etwas anhaben.

Öko-logisch: Als Grundbaustoff wird für die meisten Fertighäuser Holz verwendet. Holz weist den geringsten Energieverbrauch für Herstellung, Transport und Verarbeitung auf und schafft obendrein ein günstiges und angenehmes Wohnklima.

Hereinspaziert: Nahezu alle Fertighaushersteller haben Musterhäuser, die Sie live und in Farbe besichtigen können. Besonders attraktiv ist der Besuch einer Fertighaus-Ausstellung, denn dort stehen Modelle verschiedener Hersteller nebeneinander.

Gemütlich warm: Holz in Verbindung mit Dämm-Material isoliert besser als Stein oder Beton. Viele Fertighäuser werden deshalb als „Niedrigenergiehäuser“ bezeichnet und sind günstiger im Heizkostenverbrauch als traditionell gebaute Häuser.

Trocken von Anfang an: Die Fertigteile werden in der Fabrik hergestellt. Trockenwohnen entfällt komplett, Sie können gleich einziehen und sparen zudem Heizkosten.

Qualität: Fertighaushersteller garantieren gleichbleibende Qualität. Viele Hersteller unterziehen sich freiwillig neutralen Qualitätskontrollen. Als Verbraucher erkennen Sie dies am RAL-Gütesiegel oder am Siegel der Qualitätsgemeinschaft Deutscher Fertigbau.

Kundendienst: Bei Beanstandungen und Reklamationen steht Ihnen ein Kundendienst zur Verfügung. Sie müssen sich also nicht mit verschiedenen Firmen auseinandersetzen, denn die Beauftragungen für Nachbesserungsarbeiten übernimmt das Fertighausunternehmen.


Nachteile:

Einkalkuliert? 
Unterschätzen Sie nicht die finanziellen Belastungen. Mit dem Hausbau allein ist es nicht getan. Makler- und Notariatsgebühren beim Grundstückskauf und Anschlussgebühren für Strom und Wasser fallen an. Die Küche muss ausgestattet, Möbel gekauft und der Garten bepflanzt werden. Da kommt einiges an Kosten auf Sie zu!

Auf immer und ewig? Ein eigenes Haus schränkt die Mobilität in zweifacher Hinsicht ein. Urlaub im eigenen Garten statt am Meer ist nicht unbedingt jedermanns Sache, aber insbesondere in den ersten Jahren nach dem Hausbau können Sie sich Fernreisen unter Umständen nicht mehr leisten. Und bietet sich plötzlich der Traumjob, allerdings in der Ferne, scheitert der Aufstieg auf der Karriereleiter womöglich am Ortswechsel, der mit „Klotz am Bein“, sprich Haus, nicht ohne weiteres realisiert werden kann.

Monoton? Lauter neue, sich ähnelnde Häuser nebeneinander sehen sauber und ordentlich aus. Jedoch hat eine solche Fertighaussiedlung bei weitem nicht den Charme einer gewachsenen Siedlung mit hübschen individuellen Einfamilienhäuschen. Es fehlen alte Bäume und Sträucher, zwitschernde Vögel, quietschende Gartentürchen... Und auch wenn Sie diese sentimentalen Aspekte außen vor lassen, vorhandene Infrastruktur, wie asphaltierte Zufahrtsstrassen, Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr, Einkaufsmöglichkeiten usw. ist ein Komfort, den man oftmals erst dann zu schätzen weiß, wenn er nicht vorhanden ist.

Auf gute Nachbarschaft? Ziehen Sie in eine Neubausiedlung, steht oft noch nicht fest, wer Ihre zukünftigen Nachbarn sein werden. Bleibt Ihnen also nur übrig zu hoffen, dass Sie mit ihnen gut Kirschen essen können.

Entwurzelt? Entscheiden Sie sich für das eigene Haus, bringt das gezwungenermaßen einen Ortswechsel mit sich. Besonders einschneidend ist ein Umzug von der Stadt aufs Land. Spontane Unternehmungen erfordern mehr Aufwand, um Freunde und Bekannte zu treffen, müssen Sie sich ins Auto setzen, das nächste Kino ist plötzlich nicht mehr ums Eck und um mit dem Fahrrad in die Arbeit zu fahren wohnen Sie nun „zu weit ab vom Schuss“.

Auf alles vorbereitet? Für Mieter ist alles unkomplizierter, man muss sich nicht um Müllabfuhr, Kabelfernsehen, Schornsteinfeger, Heizungswartung, Versicherungen etc. kümmern und die monatliche Belastung ist klar definiert. In einem Haus kommt immer wieder irgend etwas dazu. Vom ersten Moment als Eigenheimbesitzer sollten Sie jeden Monat eine gewisse Summe als Rücklage für Reparaturen und Instandhaltungsarbeiten zurücklegen.

Verkäuflich? Bei finanziellen Engpässen, z.B. bedingt durch Arbeitslosigkeit, kommt man schnell in Schwierigkeiten. Als Mieter können Sie sich durch Umzug in eine kleinere Wohnung Geld einsparen. Sind Sie gezwungen, Ihr Fertighaus zu verkaufen, müssen Sie sich auf einen finanziellen Verlust gefasst machen, denn erwiesenermaßen ist der Wiederverkaufswert von Fertighäusern im Vergleich von konventionell gebauten Häusern niedriger.

Schon gehört? Bedingt einerseits durch die verwendeten Baumaterialien und durch die offene Bauweise andererseits, sind Fertighäuser tatsächlich meist hellhöriger als Massivbauten. Da werden die lebhaften Kleinen zu regelrechten Nervensägen und der Haussegen hängt schnell schief. Oder Sie teilen als Doppelhaushälftenbesitzer gezwungenermaßen Freud und Leid Ihrer Nachbarn mit, weil Ihnen keine Fußballübertragung von nebenan verborgen bleibt.

Guter Halt? Bei der Inneneinrichtung könnten Sie Probleme mit der Befestigung von Möbelelementen bekommen. Für Hängeschränke müssen Spezialdübel verwendet werden und schwerere Teile müssen sogar direkt in der Holzständerkonstruktion verankert werden.

Quelle: www.umzugsratgeber.net

24.3.2009 18:44
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